OLEC-Mitgliedertagung am 1.06.2011Atomausstieg geht in die heiße Phase
Der bundesdeutsche Atomausstieg ist inzwischen beschlossene Sache. Welche Rolle erneuerbare Energien dabei spielen, wurde auf der jüngsten Tagung des OLEC Anfang Juni kontrovers diskutiert. „Nach den Ereignissen in Japan müssen wir den Worten auch Taten folgen lassen und die Energiewende schaffen. Im Nordwesten und insbesondere mit dem Vorzeigenetzwerk OLEC haben wir dafür das Know-how in der Region“, stellte Oldenburgs erster Bürgermeisterin Rita Schilling zum Auftakt der Tagung fest. Mit über 80 Teilnehmern war die Resonanz auf die zweite Tagung des Netzwerkes sehr hoch. Dem Clustermanagement um Geschäftsführerin Maike Behrendt war es gelungen, namhafte Referenten aus der Branche der Erneuerbaren und politische Vertreter aus dem Bundestag und dem niedersächsischen Landtag nach Oldenburg zu holen. Angesichts der politischen Geschwindigkeit, mit der der Ausstieg aus der Atomenergie forciert wird, ist die Branche zurzeit angespannt. Bis zum 8. Juli sollen diverse gesetzliche Änderungen den Ausstieg flankieren. Das betrifft unter anderem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Nach ersten Entwürfen müssten vor allem die Bioenergie, die Photovoltaik und die Windenergie an Land Federn lassen. „Die Windenergie auf dem Meer kommt bislang sehr gut weg. Um auf eine erneuerbare Vollversorgung umzusteigen, wäre es aber wünschenswert, die Technologien nach ihren Talenten zu fördern“, sprach Teelke Oldermann von Enercon für die gesamte Branche. Die Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst, Sprecherin der FDP für Umwelt und Reaktorsicherheit, erklärte, dass die Regierungskoalition bei den Förderkulissen und dem Ausbau noch nicht ganz auf einer Linie sei. „Bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien am Strommix auf 35 Prozent zu erhöhen, ist ein ambitionierter Plan. Wenn es schneller geht, ist das umso besser“, sagte sie. Die grüne Bundestagsabgeordnete Dorothea Steiner hielt hingegen 43 Prozent für machbar und kritisierte, „dass die Opposition noch keinen Einblick in die Gesetzesentwürfe erhalten hat“. Dr. Stefan Birkner, Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministerium wies auf „das Nadelöhr Netzausbau” hin. Nach aktuellen Studien müssten alleine im Transitland Niedersachsen etwa 1.400 Kilometer an neuen Leitungen gebaut werden. Er begrüßte die Pläne aus Berlin, den Netzbedarf ähnlich wie beim Autobahnbau auf Bundesebene zu zentralisieren, will die Planfeststellungsverfahren aber in den Ländern belassen. „Wir kennen die Situationen vor Ort. Mehr Akzeptanz beim Bürger lässt sich nur erreichen, wenn in der Nähe von Siedlungen Erdkabel gleichberechtigt mit Freilandleistungen behandelt und zugelassen werden. Dazu gibt es bereits erste Pilotprojekte“, so Birkner. Er sprach sich auch für eine Konzessionsgebühr aus, die Kommunen erhalten sollten. Beim ebenfalls unter Akzeptanzproblemen leidenden „Sorgenkind“ Biogas forderte Ulrich Schmack von der Schmack Biogas GmbH mehr Marktnähe und Effizienz von Biogasanlagen, zum Beispiel durch die Speicherung von überschüssigem Windstrom in den Gasnetzen, welcher sich durch Elektrolyse in Methan oder sogenanntes Windgas umwandeln lässt. „Wir können keine schlechten Konzepte mehr verkaufen“, betonte er. Christoph Gers-Grapperhaus von der niedersächsischen Landwirtschaftkammer bestätigte, dass die Zunahme beim Maisanbau dem Bedarf an Energiepflanzen geschuldet sei. Er stellte aber auch klar, dass alternative Pflanzen bezogen auf einen Hektar Ackerfläche eine schlechtere Energieausbeute hätten und so mehr Platz benötigten. „Es laufen mehrere Pilotversuche, aber andere Pflanzen würden das Flächenproblem eher verschärfen, wenn die Biogastechnik nicht besser wird“, machte er deutlich. Quelle: http://energiecluster.de/300-0-OLECMitgliedertagung.html OLEC kritisiert Regierungskonzept Energie Perspektiven für ErneuerbareOldenburg - Der Oldenburger Energiecluster OLEC hat das Energiekonzept der Bundesregierung kritisiert und in einem am Montag veröffentlichten Schreiben Perspektiven für erneuerbare Energien eingefordert. Statt regenerative Energien wirklich zur tragenden Säule im Energiemix der Zukunft zu machen, werde ihr Ausbau tatsächlich drastisch nach unten gefahren, meint das regionale Energienetzwerk.
Deutschland stecke mitten in einem Systemkonflikt zwischen dezentraler Energieerzeugung auf der einen sowie konventionellen Kraftwerkskapazitäten und einer zentralen Netzstruktur auf der anderen Seite, so OLEC. Jahrelang seien erneuerbare Energien gefördert worden, ohne das der Netzausbau hinterhergekommen sei.
Mit ihrer Politik zu Gunsten der großen Versorger ziehe die Politik nun die Reißleine, stelle erneuerbare Energien hinten an und wolle zuerst das Netzproblem lösen. Offen sei allerdings wie. „Das Netz ist kein deutsches, sondern ein europäisches Problem“, sagt OLEC-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Focken. Aus seiner Sicht muss zum einen die dezentrale Energieerzeugung enger an den Verbrauch vor Ort gekoppelt werden. Zum anderen werde nicht berücksichtigt, dass sich bestehende Trassen durch zusätzliche Leitungen ausbauen und so deutlich optimieren ließen. (WI NWZ)
Einstieg in die Energiewende Unter dem Titel „Solarförderung kürzen, Atomlaufzeiten verlängern!?“ diskutieren Experten in Oldenburg darüber, ob die Energiewende ausgebremst wird oder nicht. Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung nehmen an der Veranstaltung Professor Dr. Claudia Kemfert, der erste OLEC-Vorsitzende Roland Hentschel, Jürgen Krogmann (SPD) als Mitglied des niedersächsischen Landtages sowie Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, teil. Die Veranstaltung findet am 30. August, 18 bis 20 Uhr, im Technologie- und Gründerzentrum (TGO) an der Marie-Curie-Straße 1 in Wechloy statt. Infos und Anmeldungen unter
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oder unter Telefon 0511/35770831 bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Erste Job- und Bildungsmesse erneuerbare Energien im Nordwesten startet05.03.2010 Die zukunftsenergien nordwest öffnet heute, 5. März, erstmals ihre Tore: Damit startet die erste Job- und Bildungsmesse im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Nordwesten.Die Messe zeigt bis zum 6. März in der Oldenburger EWE Arena das wachsende Berufsfeld erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Den Besuchern präsentieren sich über 70 Aussteller, u.a. Unternehmen, Hochschulen, Qualifizierungsanbieter sowie Forschungseinrichtungen. Der Eintritt zur Messe und den Programmangeboten ist frei. "Die zukunftsenergien nordwest ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Für die Interessenten und Bewerber, weil sie Einstiegsmöglichkeiten in eine Zukunftsbranche erhalten. Für die Unternehmen, weil sie kluge Köpfe rekrutieren können. Und für den Standort Oldenburg, weil zwei Stärken der Stadt und Region betont werden: Die Energieforschung und die Bildung", begrüßt Rita Schilling, erste Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, die Messegäste.
"Forschung und Lehre zu Energiethemen prägen bereits seit langer Zeit das Spektrum unserer Universität. Als Mitveranstalter freuen wir uns, dass die Messe Studierenden schon während des Studiums Anregungen für den Berufseinstieg und Orientierung gibt", unterstreicht Prof. Dr. Dr. Hans-Jürgen Appelrath, Vizepräsident für Forschung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen, hebt insbesondere die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien für den Klimaschutz und als Wirtschaftsfaktor im Nordwesten hervor und betont: "Die Messe zeigt das enorme Potenzial der Metropolregion Bremen-Oldenburg auch als Bildungs- und Qualifizierungsregion für erneuerbare Energien."
"Für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren braucht es qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese zu gewinnen ist Ziel der zukunftsenergien nordwest mit ihrer engen Verzahnung von Bildungseinrichtungen und Unternehmen", sagt Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE).
Die Messe bietet den Besuchern ein vielfältiges Begleitprogramm: Workshops und Vorträge informieren über Karrieremöglichkeiten in der Branche und geben praktische Tipps für den Einstieg. Die Besucher können außerdem an Bewerbungstrainings teilnehmen und an Stellwänden oder in der Online-Stellenbörse "Energiejobs-Nordwest" mehrere hundert Jobangebote sichten. Einen direkten Einblick in die Branche geben Exkursionen zu Anlagen und Einrichtungen aus den Bereichen Solar, Biogas, Wind und Energieeffizienz.
Für Schülerinnen und Schüler zeigt die angegliederte Energieberufe-Live! schon am 4. und 5. März Ausbildungsberufe zum Anfassen und Ausprobieren.
Die zukunftsenergien nordwest wird von der Universität Oldenburg und ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen veranstaltet. Weitere Partner des Gemeinschaftsprojektes sind der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., die Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V., der RIS Energie e.V., die Hochschule Bremerhaven sowie die Wirtschaftsförderungen der Städte Bremerhaven und Oldenburg.
Als Hauptsponsoren der zukunftsenergien nordwest 2010 sind führende Unternehmen der Branche vertreten: aleo solar Deutschland GmbH, ENERCON GmbH, EnviTec Biogas AG und EWE AG. Weitere Hauptsponsoren sind der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und die Stadt Oldenburg.
Die Konzeption der Messe wird von der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. gefördert. Für 2011 ist Bremen als Messestandort für die zukunftsenergien nordwest in Planung.
Als Medienpartner berichten die Nordwest Zeitung und das Fachmagazin Sonne Wind & Wärme regelmäßig über die zukunftsenergien nordwest und die Berufschancen im Bereich der erneuerbaren Energien sowie der Energieeffizienz in der Region.
Weitere Informationen und Bildmaterial zum Download unter: www.zukunftsenergien-nordwest.de Quelle: innovations-report.de
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