:: Antibiotika in der Tierhaltung + 11.01.2012 + Aigner-Plan schützt nicht gegen Antibiotika-Missbrauch. „Die von Bundesministerin Ilse Aigner vorgestellten Änderungsvorschläge des Arzneimittelgesetzes reichen nicht aus, denn sie bekämpfen nicht die Ursache für den hohen Antibiotikaeinsatz in der konventionellen Tierhaltung sondern nur die Symptome“, stellt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), fest. Die Ursache für den massiven Antibiotikaeinsatz liegt laut Löwenstein in einer industriellen Tierhaltung mit inakzeptablen Haltungsbedingungen in immer größeren Beständen, die sich zudem regional konzentrieren. „Dadurch nehmen einerseits der Krankheitsdruck und andererseits die Auswirkungen eines Krankheitsausbruches stark zu“, so Löwenstein. „Das eigentliche Problem sind die falschen Weichenstellungen in der Landwirtschaft“, betont er. „Es ist deshalb höchste Zeit, dass die Subventionen für die industrielle Tierhaltung gestrichen werden und die Agrarstrukturpolitik so gestaltet wird, dass sie eine weitere Ausdehnung der in-dustriellen Tierhaltung stoppt“, fordert Löwenstein. Gefördert werden müsse hingegen eine Landwirtschaft mit flächengebundener Tierhaltung und eigener Futterversorgung – ein Prinzip, wie es der ökologische Landbau bereits verwirkliche. Das sei Voraussetzung, um zu einer wirklichen Reduktion des Antibiotikaeinsatzes zu gelangen. „Einmal mehr steht Ministerin Aigner in der Pflicht, zu bekennen, für welche Art von Landwirtschaft sie steht“, sagt Löwenstein.An den vorgelegten Vorschlägen kritisiert der BÖLW, dass sie kein wirksames Verbot von Humanantibiotika in der Tierhaltung, kein klares Reduktionsziel für Antibiotika und keine Verpflich-tung für Tierärzte, vor Verordnung eines Antibiotikums einen Test des Krankheitserregers durchzuführen, enthalten. Für eine umfassende Reform der Agrarpolitik ruft der BÖLW gemeinsam mit vielen anderen Or-ganisationen zu einer Großdemonstration auf, die unter dem Motto „Wir haben es satt – Bau-ernhöfe statt Agrarindustrie“ am 21. Januar anlässlich der Grünen Woche in Berlin stattfinden wird. :: Solarstromvergütung sinkt 2012 drastisch um über ein Viertel + 10.01.2012 + Der hohe Zubau von Solaranlagen zum Jahreswechsel wird zu einer weiteren deutlichen Vergütungsabsenkung zur Jahresmitte führen. Statt 6,5 Gigawatt, wie von den Übertragungsnetzbetreibern noch im Oktober angenommen, betrug der Zubau 2011 vermutlich 7,5 Gigawatt. Die Solarvergütungen werden damit bereits zum ersten Juli um weitere 15% abgesenkt werden. Das ist so bereits im Mechanismus des vorhandenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes angelegt. Das ist dann bereits die zweite Absenkung in Höhe von 15% innerhalb von sechs Monaten, bzw. insgesamt 27,75%. All diejenigen, die jetzt drastische Kürzungen bei der Solarvergütung fordern, sollten sich vor Augen halten, dass diese innerhalb von sechs Monaten bereits auf Basis des bestehenden Gesetzes um mehr als ein Viertel gekürzt wird. Die Vergütungsätze für Freiflächenanlagen betragen zum 1. Juli dann 15,25 bis 15,95 Cent und die für Dachanlagen zwischen 18,68 und 20,77 Cent. Die nächste gesetzliche Absenkung folgt dann bereits zum 1. Januar 2013. Sämtliche Angaben sind vorbehaltlich möglicher gesetzlicher Änderungen. Bekanntlich fordern Bundeswirtschaftsminister Rösler, der FDP-Fraktionsvorsitzende Brüderle sowie die Hardliner in der Unionsfraktion weitere Einschnitte bis hin zur Deckelung des Zubaus von Photovoltaikanlagen. Eine Deckelung würde die Solarwirtschaft genau zu dem Augenblick treffen, in dem sie ihre Kostensenkungsankündigungen wahr macht und Solarstrom immer günstiger wird. Bei einer Deckelung würde die Solarwirtschaft zerstört werden. Damit wären auch die hohen Anfangsinvestitionen für die Katz, die der Ausbau der Solarenergie in Deutschland mit sich gebracht hat. Jetzt, kommt die Zeit, die Ernte einzufahren. Das Dümmste, was man jetzt tun könnte, wäre beim Traktor den Motor abstellen, um Sprit einzusparen. Übrigens hätten die Vergütungskosten des Jahres 2011 deutlich niedriger ausfallen können, hätte man - wie von uns vorgeschlagen – die Vergütung in mehreren kleinen Schritten bereits im Laufe des Jahres 2011 gesenkt. Es war 2011 bereits zu Jahresanfang absehbar, dass die Solarmodulpreise sinken werden und Spielräume zur Vergütungssenkung bereits vor dem Jahreswechsel gegeben sein werden. Ebenso war absehbar, dass der für Juli 2011 von Schwarz-Gelb gewählte Degressionsmechanismus nicht funktionieren würde. Bekanntlich fiel die Degression dann auch aus. Dies führte dazu, dass es Ende 2011 sehr lukrativ war, Photovoltaikanlagen zu bauen. Zugleich heizte Schwarz-Gelb mit der Diskussion über eine Deckelung des Photovoltaikzubaus die Situation drastisch an. Wer auf Nummer sicher gehen wollte, baute noch im Dezember. Die Diskussion um den Deckel hat sich mit dem starken Zubau jetzt selbst weiter angefacht. Auch 2012 ist zu erwarten, dass die Solarstromvergütung weiter von schwarz-gelber Verunsicherung und Fehlentscheidungen geprägt sein wird. Den Schaden hat dabei nicht nur die Solarwirtschaft sondern auch der Stromkunde. Überflüssige Stromkosten Apropos Stromkunde. Dieser zahlt dieses Jahr über die EEG-Umlage für eine zusätzlichen Liquidätspuffer, obwohl das EEG-Konto im letzten Jahr mit 80,4 Mio. Euro im Plus abgeschnitten hatte. Mehr noch: Das EEG-Konto lag Ende 2011 sogar um 1375 Mio. Euro höher als Ende 2011. Ende 2010 hatte das EEG-Konto noch deutlich im negativen Bereich gelegen, was durch einen Zuschlag 2011 ausgeglichen wurde. Der überflüssige Liquidiätspuffer freut die Übertragunsnetzbetreiber. Den Schaden haben die Stromkunden, der zu hohe Strompreise zahlt. Der Stromkunde wird zugleich mit der EEG-Umlage dieses Jahr auch hunderte Millionen Euro für die sog. Marktprämie zusätzlich bezahlen, die nicht einmal die Erneuerbare-Energien-Verbände wollten. Die sog. Marktprämie führt zu reinen Mitnahmeeffekten vor allem bei Altanlagen. Die Bundesregierung sollte diesen Fehler schnellstmöglich korrigieren. Für eine schnelle Korrektur steht das Mittel der Rechtsverordnung zur Verfügung. Brachliegende Kapazitäten Aber nicht nur hier könnte man die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Auch bei der Diskussion über den Strombezug aus alten österreichischen Kraftwerken kann man nur fassungslos zuschauen. Bekanntlich stehen in Deutschland einige hundert Megawatt Pflanzenöl-BHWK still, die von heute auf morgen über passende Rahmenbedingungen aktiviert werden könnten. Stattdessen werden in Österreich alte Ölkraftwerke reaktiviert. Mehr noch, in den Medien wird über die fehlenden Stromleitungen lamentiert, um Strom aus Norddeutschland nach Süddeutschland zu leiten, während zugleich Strom aus Süddeutschland nach Italien transportiert wird. Quelle:Hans-Josef Fell MdB 2012 Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen :: Solarstrom speichern lohnt sich + 01.12.2011 + Besitzer von Photovoltaikanlagen können damit bis zu 70% ihres jährlichen Strombedarfs decken und sich so unabhängiger von ihrem Energieversorger machen. Das System hat eine Kapazität von 24 kWh und kann somit den durchschnittlichen Tagesstrombedarf einer 4-köpfigen Familie decken. Mit SOLiberty bietet SOLON eine pflegeleichte, zuverlässige und robuste Speicher-Lösung mit einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis – für alle, die unabhängig von steigenden Strompreisen werden und gleichzeitig ihren Teil zur Energiewende beitragen wollen. SOLiberty wurde gemeinsam von SOLON und Deutsche Energieversorgung GmbH entwickelt, deren Know-how, gebündelt unter der Marke SENEC.IES, entscheidend zur Optimierung des Akkus beigetragen hat. Das System besteht aus einem Speicherblock mit 24 in Reihe geschalteten Bleiakkuzellen sowie einem Schaltschrank mit der dazugehörigen Elektronik. Um eine stabile und sichere Stromversorgung sicherzustellen, ist das Lademanagement so gestaltet, dass Strom aus dem Netz entnommen wird, wenn die Solaranlage oder der Speicher nicht genug Strom zur Verfügung stellen können. Der Akku ist zudem mit einem Schutz vor Tiefentladung versehen. Dies erhöht die Lebensdauer signifikant. ... :: Demokratie-Preis für Franz Alt „Eine freie Gesellschaft kann nur frei bleiben, wenn sie Voraussetzungen für Wohlstand schaffen kann. Eine Demokratie funktioniert nur dann, wenn die Ökonomie funktioniert“. Dies betonte der Journalist und Buchautor Franz Alt, der in einer Feierstunde mit dem diesjährigen Martinipreis der südpfälzischen SPD ausgezeichnet wurde. In seiner Dankesrede, die immer wieder von spontanem Beifall unterbrochen wurde, betonte Alt, dass die Klimafrage und die Energie die größten Probleme der Menschheit in den nächsten 1000 Jahren seien. „Wenn das Klima kippt, ist Leben auf der Erde nicht mehr möglich und wir haben Gott ins Handwerk gepfuscht“, erklärte Franz Alt. Er wies darauf hin, dass Kriege auch weiterhin um Ressourcen geführt werden. Die Sonne hingegen garantiere Frieden, da um man um die Energie der Sonne keine Kriege führen könne. Die Sonne sei die eigentliche Energiequelle und daher gebe es auch von Natur aus keine Energieprobleme, obwohl uns die Energiekonzerne dies immer wieder glaubhaft machen wollten. Erneuerbare Energien böten Chancen für Gerechtigkeit, erklärte Alt, da auch die armen Länder dieser Erde über sie verfügten. Sie müssten nur sinnvoll eingesetzt werden. Der Martinipreisträger fühlte sich geehrt, weil er als ehemaliges CDU-Mitglied den Preis von der SPD erhalte. Franz Alt führte in seinem sehr unterhaltsamen Vortrag eine Vielzahl von Beispielen an, wie man erneuerbare Energien wirkungsvoll einsetzen kann. Er lobte Rheinland-Pfalz, dass ein Vorreiter in Sachen Energiewende sei. Er hoffe, dass die Landesregierung ihre Pläne umsetzen werde. Franz Alt betonte: „Deutschland ist erneuerbar, Europa ist erneuerbar, die Welt ist erneuerbar.“ Zu Beginn der Feierstunde im Bayerischen Hof in Wörth hatte Thomas Hitschler, der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, in seiner Grußworten nochmals darauf hingewiesen, dass man mit Franz Alt einen Preisträger gefunden habe, der die Kriterien des Martinipreises voll und ganz erfülle. Der Martinipreis werde an Personen vergeben, die sich um Demokratie, um politische Kultur, um Aufklärung und Wahrhaftigkeit im politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben verdient gemacht habe“. Franz Alt lege den Finger in die Wunde der Politik, sagte Hitschler, der auch daran erinnerte, dass die SPD Südpfalz sich in diesem Jahr intensiv mit dem Thema erneuerbare Energien auseinandergesetzt habe. Das Thema habe Franz Alt schon vor 20 Jahren aufgegriffen. .... Quelle:
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:: Klimaschutz könnte zwei Mio. Menschen retten + 26.11.2011 + UNEP drängt auf schnelle Reduktion kurzlebiger Klimagase. Zwei Mio. Menschen und 32 Mio. Tonnen Ernteverluste könnten entschiedene Maßnahmen im Klimaschutz retten - und zwar pro Jahr. Das berichten Forscher vom UN-Umweltprogramm (UNEP) sowie vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) zum Auftakt der Klimakonferenz in Durban. Wenngleich die Staaten die CO2-Reduktion weiter verfolgen sollten, wäre eine Strategie, die sich zusätzlich auf die klimaschädlichen Russpartikeln, Ozongase und Methan konzentriert, die mittelfristig effektivste Maßnahme zur Erreichung der Klimaziele. "Mit der CO2-Strategie alleine ist das Zwei-Grad-Ziel im Klimaschutz nicht zu erreichen. Nötig ist deshalb, zusätzlich auch bei Methan und Dieselruss - die beide sehr kurzfristige Treibhausgase sind und nur zwei Wochen in der Atmosphäre bleiben - anzusetzen. Hier würde Klimaschutz schnelle Effekte erzielen und zudem viele auch gesundheitliche Vorteile bringen", berichtet IIASA-Mitautor Zbigniew Klimont im pressetext-Interview. Russ verhindern Grundlage der Aussagen sind Studien im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre. 2.000 mögliche Maßnahmen der Klimapolitik wurden dabei ausgewertet und 130 davon ausgewählt, die in Summe eine deutliche Bremsung der Globalerwärmung am ehesten erreichen würden. Die volle Umsetzung der 16 schlagkräftigsten Maßnahmen davon könnten bereits 90 Prozent des maximal erreichbaren Klimaschutzes bis 2030 verwirklichen, so die Wissenschaftler, deren Bericht von der schwedischen Regierung gefördert wurde. .... Lesen Sie hier mehr :: Deutsches Stromnetz: Ausbau zu langsam + 27.11.2011 + Experte kritisiert mangelndes Interesse der Länder. Der Ausbau der Stromleitungen in Deutschland im Zuge der Energiewende geht nur langsam voran. Die Hälfte von 24 besonders wichtigen Ausbauprojekten verzögert sich, erst 214 von insgesamt 1.807 Kilometern sind bislang fertiggestellt, wie die Bundesnetzagentur laut einem Bericht des Handelsblattes bemängelt. Problem nicht ernst genommen Die bestehenden Netze sind dem "Monitoringbericht 2011" der Netzagentur zufolge durch die Vielzahl der in den vergangenen Jahren zu erfüllenden Transportaufgaben und die Veränderung der Erzeugungsstruktur am Rand der Belastbarkeit angekommen. Der Zeitverzug liegt zwischen einem und vier Jahren. "Das Thema ist ziemlich komplex", meint Holger Krawinkel, Energieexperte bei der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), im Gespräch mit pressetext. "Das Hauptproblem ist die zu geringe personelle Ausstattung der Planstellen, denn viele Länder haben oft auch gar kein Interesse an einem Ausbau", so Krawinkel. Vor allem die Länder in Mitteldeutschland hätten nichts davon, wenn Strom vom Norden in den Süden transportiert wird. Es gebe natürlich auch Widerstände seitens der Bevölkerung. .... Lesen Sie hier mehr Quelle:pressetext 2011
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:: Solarstrom bringt Entwicklung in ein namibisches Dorf Früher konnte sich das namibische Dorf Tsumkwe kaum seinen Strom leisten – der Preis für Rohöl war zu teuer. Dank einer Solarhybridanlage sieht das heute anders aus: Strom fließt jetzt rund um die Uhr und das zu günstigeren Konditionen als zuvor. Von Über sechshundert Kilometer teils schotterige Straßen und karge Steppenlandschaft trennen das namibische Dorf Tsumkwe von der Hauptstadt Windhoek, das nächstgelegene Stromnetz liegt mehr als 300 Kilometer entfernt. Tsumkwe, das Tor zum Khaudom Nationalpark, fühlt sich an wie das Ende der Welt. Und doch fließt in der 700-Seelen-Gemeinde Strom – 24 Stunden am Tag. Auch nachts sind die Straßen des kleinen Ortes beleuchtet, die Menschen in Tsumkwe fühlen sich hier sicher. Das war nicht immer so. Vor über drei Jahren hatten die Menschen in Tsumkwe das letzte Mal rund um die Uhr Strom. Doch mit dem Anstieg der Rohölpreise konnte die Gemeinde sich das bald nicht mehr leisten. Denn die Gestehungskosten stiegen doppelt an: Zum einen durch die höheren Brennstoffkosten, zum anderen durch die somit gestiegenen Transportkosten. Schließlich lief der Stromgenerator nur noch morgens und abends. Dazwischen gab es keinen Strom. Vor allem die Krankenstation, die in der weiteren Umgebung die einzige ihrer Art ist, hatte unter der Situation zu leiden. Aber auch das Mobilfunknetz und der Radiosender konnten während der stromfreien Zeit nur mangelhaft betrieben werden. ... Lesen Sie hier weiter... Quelle:
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juwi Solar GmbH 2011 :: Klimawandel: Weltweites Risiko für Tiere und Pflanzen Steigt die Mitteltemperatur statt um zwei Grad um drei Grad oder mehr, können sich die Folgen in vielen Regionen drastisch verschärfen. Der Klimawandel birgt ein Risiko für Ökosysteme auf allen Kontinenten. Wie groß die Gefahr für Tiere und Pflanzen ist, haben Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt in einer neuartigen Analyse weltweit ermittelt. Hierfür haben sie erstmals ein konkretes Maß entwickelt, das bei Veränderungen des CO2-Gehalts der Luft sowie der Temperatur und des Regens die Auswirkungen auf die Landökosysteme systematisch erfasst. So könnte die Erderwärmung zu einer Ausdehnung der kasachischen Steppe führen, aber auch Wald in der bislang baumlosen Tundra wachsen lassen, wie Computersimulationen zeigen. Steigt die Mitteltemperatur statt um zwei Grad um drei Grad oder mehr, können sich die Folgen in vielen Regionen drastisch verschärfen. ... Lesen Sie hier weiter... Energiepflanzen: Newcomer mit ungewöhnlichem Namen "Durchwachsene Silphie" weckt großes Interesse bei den Landwirten Pressemitteilung vom 12.10.2011 Noch ist sie nur in Fachkreisen bekannt, doch die Durchwachsene Silphie ist auf dem besten Weg, sich in Niedersachsen als Energiepflanze einen Namen zu machen. Laut Aussage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen haben in diesem Jahr 40 Landwirte die gelb blühende Pflanze auf insgesamt gut 40 Hektar zu Versuchszwecken angebaut. Die Ergebnisse sind ebenso vielversprechend wie in den letzten zwei Jahren. Aufgrund ihrer großen Biomasseproduktion gilt die Pflanze mit dem ungewöhnlichen Namen und der botanischen Bezeichnung Silphium perfoliatum als potenzieller Energielieferant. Sie ist eine ausdauernde und mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler und wird bis zu drei Meter hoch. Ursprünglich stammt die Silphie aus Nordamerika, sie lässt sich aber auch in Europa problemlos anbauen. Bemerkenswert ist auch ihre besondere Anpassung an trockene Standorte. Vorzugsweise wird sie auf kleineren oder verwinkelten Flächen angebaut oder als Randstreifen im Maisschlag. Hier kann sie zeitgleich mit dem Mais geerntet werden. Der Biomasseertrag von 13 bis 20 Tonnen pro Hektar ab dem zweiten Jahr kann sich sehen lassen. Ein weiterer Vorteil ist die Mehrjährigkeit der Silphie, denn dadurch fällt in den Folgejahren nach dem Anbau lediglich die Düngung an. Nicht zuletzt lockern die gelben Blüten das Landschaftsbild auf und werden auch von Imkern gern gesehen, da sie später als andere Kulturen blühen. In diesem Jahr übertraf die große Nachfrage der niedersächsischen Landwirte nach Jungpflanzen die Möglichkeit der Lieferanten. Und auch für die kommende Saison liegen bereits zahlreiche Anfragen vor. Kontakt: Walter Hollweg Leiter Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing, Pressesprecher Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509 E-Mail:  :: Warum erneuerbare Energien rasch wachsen + 09.09.2011 + Allein im Jahr 2010 hat sich der Anteil des Solarstroms in Deutschland verdoppelt. Innerhalb der EU verdoppelt sich seit dem Jahr 2000 etwa alle zwei Jahre die Zahl der Solar- und Windstromanlagen. Es könnte sein, dass die Ausbreitung der Wind- und Sonnenenergie einen ähnlich schnellen Siegeszug antritt wie vor zwei Jahrzehnten der PC und das Internet oder vor drei Jahrzehnten das Handy. Warum? Erneuerbare Energien sind sicher, langfristig preiswerter, für alle Zeit vorhanden und umweltverträglich. Unschlagbare Vorteile gegenüber den bald zu Ende gehenden, immer teurer werdenden und klimazerstörenden Energieträgern von gestern. 1980 hat die Unternehmensberatung McKinsey in den USA vorausgesagt, dass es bis zum Jahr 2000 dort 900.000 Handys geben werde – es waren dann 106 Millionen, etwa das 120-fachde der Prognose. Die ersten PCs kamen Ende der 1970-iger Jahre auf den Markt – 2008 waren es weltweit bereits eine Milliarde. Warum sollen eigentlich die erneuerbaren Energien, die letztlich für die Volkswirtschaften viel wichtiger sind als elektronische Geräte, nicht ähnlich schnell wachsen? Die eigentlichen Bremser der Erneuerbaren Energien sitzen an den Schaltstellen der alten Energieversorger. Die vier Energie-Besatzungsmächte E.on, RWE, Vattenfall und EnBW können den Siegeszug der Erneuerbaren zwar nicht mehr aufhalten, aber bremsen. „Man darf das alles nicht überstürzen“, hört man gebetsmühlenartig aus den Konzernzentralen. Da jedoch die Bürgergesellschaft selbst die Energiewende in die Hand nimmt, wird sie schneller kommen als sich das die vier Besatzungsmächte vorstellen können. Die Franzosen schafften es vor vierzig Jahren, innerhalb eines Jahrzehnts ihren Atomstromanteil von null auf 72 % zu erhöhen. Warum soll es dann heute nicht möglich sein, in vielleicht 15 Jahren den Anteil des erneuerbaren Stroms von jetzt 21 auf 100% zu erhöhen? Eine dezentrale Energieversorgung mit sechs erneuerbaren Quellen und mit Millionen Playern ist schneller zu organisieren als eine zentralisierte Energieversorgung mit nur einer Quelle. Den stärksten Schub werden die erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren durch die sinkenden Preise erfahren. Die Preise der atomar-fossilen Energien erhöhen sich seit langem pro Jahr um etwa acht Prozent. Die wertvollere Ökonomie wird der Ökologie zum Durchbruch verhelfen. :: CCS - Gefahr für das Wattenmeer? + 21.08.2011 + Keine CO2-Endlager-Projekte unter der Nordsee. Der BUND warnt davor, in der Nordsee Projekte zur unterirdischen Verpressung von CO2 aus Kohlekraftwerken oder Industrieanlagen zu verfolgen. Die Anwendung der sogenannten „CCS-Technologie“ (Carbon Capture and Storage) könne schwere ökologische Schäden bei der Fauna und Flora im Meer verursachen. Der hohe Druck, der zur Verpressung des Kohlendioxids in die Tiefe erforderlich sei sowie chemische Reaktionen im Untergrund könnten zu CO2-Leckagen führen. Die zwangsläufige Verdrängung großer Mengen saliner Formationswässer, also salzhaltigen Wassers aus den unterirdischen Lagerstätten, durch das eingelagerte Kohlendioxid hätte verheerende Folgen sowohl für eine Vielzahl von Meereslebewesen als auch für regionale Wirtschaftszweige wie die Fischerei und den Tourismus. Möglich seien auch Beeinträchtigungen des UNESCO-Welterbes Wattenmeer sowie Versalzungen von Trinkwasservorkommen an der Nordseeküste. Bedroht sei außerdem eine Vielzahl von Riffen und Sandbänken, die zu Natura-2000-Schutzgebieten gehörten. Der Umweltverband stellte in Hamburg ein Gutachten des Geologen Ralf Krupp mit dem Titel „Risiken der Verpressung von Kohlendioxid unter der Nordsee“ vor, das die geologischen und ökologischen Gefahren der Anwendung von CCS im deutschen Teil der Nordsee darstellt. Die Studie belege vor allem, dass die Folgen der Anwendung der CCS-Technologie noch zu wenig erforscht seien, deshalb müsse der Bundesrat das Gesetz zur Einführung der CCS-Technologie, das dort am 23. September auf der Agenda stehe, grundsätzlich ablehnen, sagte die BUND-Klimaexpertin Tina Löffelsend. „Ein CCS-Gesetz, das den Schutz der Umwelt und der Menschen nicht gewährleisten kann, darf nicht verabschiedet werden“, so Löffelsend. ....Lesen Sie hier weiterQuelle: :: Sonnige Zukunftsaussichten? + 21.08.2011 + Klimawandel, Wasser und die Rechte von Kindern und zukünftigen Generationen. Ökologische Kinderrechte: Fakten, Fälle, Forderungen Am 21. August 2011 ist der Tag erreicht, an dem wir Menschen nach Berechnungen des Global Footprint Network alle Ökodienstleistungen, welche die Natur für ein Jahr bereitstellt, bereits aufgebraucht haben - von der CO2-Aufnahmefähigkeit der Wälder und Meere, über die Nutzung der Trinkwasserreserven bis zur Produktion von Rohmaterialien und Nahrung. Ab dann werden wir somit bis zum Ende des Jahres mehr Ressourcen verbrauchen und Abfall verursachen als die Erde bereitstellen bzw. ausgleichen kann. Dieser Tag, der als Earth Overshoot Day bezeichnet wird, markiert folglich jenen Zeitpunkt in einem Jahr, ab dem die Menschen auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Der Klimawandel ist eine der gravierendsten Auswirkungen davon, dass der Mensch die natürlichen Belastungsgrenzen der Erde überschreitet. ....Lesen Sie hier weiter Quelle:' :: Pazifik-Klima schuld an Ostafrikas Dürre + 06.08.2011 + Region künftig noch häufiger von Extremwetter geplagt. Die Dürrekatastrophe in Ostafrika geht auf ein Klimaphänomen im Pazifik zurück. Das ist schon seit 20.000 Jahren so, berichtet ein internationales Forscherteam in der Zeitschrift "Science". "Das Ausbleiben der Regenfälle am Horn von Afrika ist eine Folge der aktuellen La-Niña-Kältejahre im Pazifik", erklärt Studienautor Christian Wolff vom GeoForschungsZentrum Potsdam Regenzeiten außer Lot Zwei Klimaphänomene steuern das Klima in Ostafrika. Allen voran stehen die jährlichen Regenzeiten, die durch die "Innertropische Konvergenzzone" bestimmt sind. So wird das Wolkenband um den Äquator bezeichnet, das sich durch Verdunstung bildet und je nach jahreszeitlicher Sonneneinstrahlung nord- oder südwärts wandert. Lesen Sie hier weiter Quelle:pressetext.redaktion 2011
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:: Energie aus Photovoltaik ohne Sonnenlicht + 07.08.2011 + Experte: "Beste Solarzellen heute bei 20 Prozent Effizienz" Am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben Forscher eine neue Technik präsentiert, mit der sich Wärme in elektrische Energie umsetzen lässt. Über die Nanostruktur eines eigens entwickelten Materials wird der Infrarotanteil von Wärme in seiner Wellenlänge so moduliert, dass er ideal verwertbar für geeignete Photovotaikzellen ist. Marcus Rennhofer, Photovoltaik-Experte am Austrian Institute of Technology (AIT) begrüßt den neuen Ansatz im Gespräch mit pressetext und, erinnert aber daran, dass die Energieeffizienz von Solarzellen generell beschränkt ist. Energiegewinnung nach Mottenart Auf Basis ihrer Entdeckung haben die MIT-Wissenschafter einen mit Butan betriebenen Reaktor in Knopfgröße gebaut, der nach Angaben des Instituts dreimal so lange Energie abgibt wie eine Lithium-Ionen-Batterie des gleichen Gewichts. "Dass man mit Photovoltaikzellen Energie nicht nur aus sichtbarem, sondern auch aus UV- und Infrarot-Licht gewinnen kann, ist schon lange bekannt", so Rennhofer. "Der Ansatz, über die Oberfläche eines Materials, die Frequenz von Lichtwellen moduliert, ist jedoch neu." Einer ähnlichen Technik bedienen sich auch Mottenaugen, um in der Nacht einen möglichst großen Teil des verfügbaren Restlichts einzufangen. Zudem hat Butan den Vorteil, eine sehr hohe Energiedichte aufzuweisen. Der Bericht des MIT lässt noch keine Schlüsse über die Effizienz des Verfahrens zu, gibt Rennhofer zu bedenken. Lesen Sie hier weiter Quelle:pressetext.redaktion 2011
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:: Fliegendes Bio-Kraftwerk: Hornisse nutzt Solarenergie + 31.07.2011 + "Unser Ziel muss es sein, das Bio-System der Hornisse nachzuahmen und daraus neue Solarzellen zu entwickeln", sagt Marian Plotkin. Der junge Insektenforscher und Experte für Nanotechnologie von der Staatsuniversität Singapur ist sicher, dass sie "effizienter und vor allem billiger" sein werden als die herkömmlichen Solarzellen. Wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN (Ausgabe 8/11) berichtet, hat Plotkin mit einem Atom-Mikroskop vom Typ AFM Molecular Imaging Pico Plus den Hautpanzer der Hornisse untersucht. Er entdeckte, dass die braunen und gelben Streifen am Hinterleib des Insekts wie eine Solarzelle fungieren.
Lesen Sie hier weiter Quelle: :: Klimaschutz muss massiv forciert werden Im Jahr 2010 hat die Menschheit fast 31 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen. Es gab keine verbindlichen Vereinbarungen, die weltweiten Emissionen des Treibhausgases zu senken. Der Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Prof. Dr. Gerhard Adrian, bilanziert deshalb auf der jährlichen Klima-Pressekonferenz der Bundesbehörde: „Das Jahr 2010 war kein gutes Jahr für den weltweiten Klimaschutz. Die bestehenden Minderungszusagen und Maßnahmen reichen nicht aus, die Erderwärmung bis 2100 auf zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.“ Hinzu komme, dass durch die verbesserte Luftqualität in diesem Jahrhundert mit einem zusätzlichen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur um ein Grad zu rechnen sei. Adrian: „Wenn wir das Ruder nicht schnell herumreißen - und zwar international verbindlich vereinbart - werden wir beim Klimaschutz auf Grund laufen.“ Es gebe aber auch positive Beispiele. Dazu gehöre der forcierte Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und, so hofft der DWD-Präsident, auch weltweit. Die erneuerbaren Energien könnten bis zum Jahr 2100 - und in solch langen Zeiträumen denken Klimatologen - einen zentralen Beitrag zur CO2-Minderung liefern. Neben der Minderung sei die Anpassung die zweite Klimaschutz-Säule. Auch hier komme, so Adrian, die Welt langsam in Fahrt. Inzwischen sei ein Global Framework for Climate Services (GFCS) unter dem Dach der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), einer UN-Organisation, eingerichtet worden. Im Mai 2011 sei als nächster Schritt der Aufbau einer technischen Plattform zum weltweiten Austausch von Daten und Wissen zum Klimawandel beschlossen worden. Die WMO empfehle zugleich ihren Mitgliedern, den nationalen Wetterdiensten, sich auf nationaler Ebene als zentrale Koordinierungsstelle für alle Klimaaktivitäten im Rahmen von GFCS einzubringen. In Deutschland werde der Deutsche Wetterdienst diese koordinierende Rolle übernehmen. .... Lesen Sie hier weiter :: Solarstrom rund um die Uhr + 24.07.2011 + Der Solarstrom für Europa kann schon in zehn bis 15 Jahren billiger sein als der heutige, fossil-atomare Strommix, wenn die Technologie breit eingeführt und weiterentwickelt wird. Im Oktober geht in Südspanien das Sonnenkraftwerk Andasol 3 ans Netz. Entwickelt von der Erlanger Solar Millennium AG liefert es klimaschonenden Solarstrom - selbst wenn die Sonne nicht scheint. Das haben erste Tests bewiesen. Nach Angaben der Betreiberfirma hat das spanische Solarprojekt jetzt zum ersten Mal durch Sonnenenergie gewonnenen Dampf produziert. Das ist ein weiterer erfolgreicher Schritt zur Energiewende. Insgesamt wurden bei Andasol 3 mehr als 200.000 parabolisch geformte Spiegel montiert. Sie nehmen eine Fläche von rund 70 Fußballfeldern ein. Die Anlage verfügt über einen thermischen Speicher, mit dessen Hilfe das Kraftwerk auch nachts oder bei Bewölkung für bis zu acht Stunden Strom liefern kann. ... Lesen Sie hier weiter :: Japans Premierminister will aus der Atomkraft aussteigen „Fukushima markiert den Anfang vom globalen Ausstieg aus der Atomkraft. Die japanische Regierung zieht die einzig vernünftige Konsequenz aus der Atomkatastrophe. Das ist ein guter Tag für das japanische Volk und der Beginn für eine weltweite Energiewende. ... :: Dreckige Kohle aus dem Klimafonds + 17.07.2011 + Schwarz-Gelb will jährlich 5 Prozent des Klimafonds zur Subventionierung für fossile Kraftwerksneubaten Kraftwerke ausgeben - darunter auch Kohlekraftwerk. Der Klimafonds in Höhe von drei Milliarden Euro wurde eigentlich eingesetzt, um die Forschung für Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und energetischer Gebäudesanierung zu fördern. Schwarz-Gelb fördert mit Klimaschutzgeldern CO2-Schleudern. Das ist ein klarer Missbrauch der Gelder. Neue Kohlekraftwerke können mit bis zu einigen hundert Millionen Euro gefördert werden, bis maximal 15 Prozent der Investitionssumme. ... Lesen Sie hier weiter... :: Japans Premierminister will aus der Atomkraft aussteigen „Fukushima markiert den Anfang vom globalen Ausstieg aus der Atomkraft. Die japanische Regierung zieht die einzig vernünftige Konsequenz aus der Atomkatastrophe. Das ist ein guter Tag für das japanische Volk und der Beginn für eine weltweite Energiewende. .... Lesen Sie hier weiter... :: Deutschland glaubt an die Energiewende + 10.07.2011 + Während Industrie und Politik noch über die Energiewende streiten, hat die Bevölkerung in Deutschland diesen Wandel mental längst vollzogen. Regenerativen Energieträgern, allen voran der Solartechnik vertrauen die Deutschen als Energiequelle der Zukunft. Fossile Brennstoffe, aber vor allem Kernenergie, besitzen keine Akzeptanz mehr und sind Auslaufmodelle. Dies sind Ergebnisse des aktuellen GPRA-Vertrauensindex. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Haltung im Atomausstieg und ihres Zögerns in der Energiewende hat nur noch jeder zweite Deutsche Vertrauen in die etablierten Energieversorger und Stromvertriebsgesellschaften. Vattenfall, immerhin Nummer vier auf dem deutschen Energiemarkt, landet mit 37 Prozent Vertrauen nur auf Platz sieben im GPRA-Vertrauensindex Q2/2011. Die Gesamtbranche ist zudem folgerichtig Schlusslicht im Vertrauensindex deutscher Wirtschaftszweige, der weiterhin von der Automobilindustrie angeführt wird. .... GPRA-Vertrauensindex Q2/2011 :: Aus Wind wird Wasserstoff Windkraft hat mit über 35 Prozent den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung in Deutschland. Allerdings unterliegt Windenergie natürlichen Schwankungen: Bei geringen Windstärken wird wenig Strom erzeugt, bei starkem Wind müssen Windräder abgeschaltet werden, um eine Netzüberlastung zu verhindern. Eine mögliche Lösung: die Speicherung von Windstrom in Form von Wasserstoff. Die optimale Stromversorgung orientiert sich im Idealfall am Bedarf: Kraftwerke produzieren genau die Menge Strom, die nachgefragt wird. Bei Änderung der Nachfrage wird die Stromerzeugung entweder gedrosselt oder erhöht. Dies stellt Windstromproduzenten vor besondere Herausforderungen, da Windenergie nicht nachfragegerecht zur Verfügung steht. Wenn zu wenig Wind weht, müssen andere Energieträger die Stromproduktion übernehmen, um die Nachfrage zu decken. Bei starkem Windaufkommen ist der Strombedarf dagegen geringer als das Angebot. Die Folge: Windräder werden abgeschaltet, da der Strom nicht vom Netz aufgenommen werden kann, die zur Verfügung stehende Windenergie bleibt ungenutzt. Um dieses Problem zu lösen, widmen sich bereits zahlreiche Forschungsprojekte der Entwicklung von Technologien, um die Stromproduktion optimal an den Bedarf anzupassen – durch Speicherung der überschüssigen Windenergie. Wasserstoff aus Windkraft Ein Beispiel dafür ist ein Hybridkraftwerk, das derzeit von der Enertrag AG im brandenburgischen Prenzlau errichtet wird: Die Anlage produziert nicht nur Strom aus Windkraft, sondern ist in der Lage, Windenergie zusätzlich in Form von Wasserstoff zu speichern. Dieser Wasserstoff kann bei Bedarf wieder zur Stromerzeugung genutzt werden. Alternativ dient er als Kraftstoff für emissionsfreie Fahrzeuge. .... Lesen Sie hier weiter... Weitere Artikel aus der Bank & Umwelt Nr. 61 finden Sie hier :: Erste Welt-Jahreshalbbilanz 2011 zeigt Niedergang der Atomkraft + 02.07.2011 + 12 AKW wurden endgültig abgeschaltet, drei in Betrieb genommen und nur mit dem Bau eines AKW begonnen. Eine Auswertung der Zahlen der IAEA (International Atomic Energy Agency) für das erste Halbjahr 2011 zeigt, dass sich weltweit der Niedergang der Atomkraft beschleunigt hat. Das Ende der vier japanischen Atomkraftwerke ist das Ergebnis eines leidbringenden Unfalls. Die Abschaltung der acht deutschen AKW ist Folge einer Kettenreaktion: Denn die japanische Katastrophe hat die AntiAtom-Einstellung in Deutschland befeuert, die Bundeskanzlerin eines Besseren belehrt und ihre Regierung zur Kehrtwende gezwungen. .... Lesen Sie hier weiter Quelle: Raimund Kamm (Vorstand) 2011 :: Das neue EEG - Ergebnis der Verhandlungen im Bundestag Der Bundestag beschließt heute das Gesetzespaket zur Energiewende. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbaren Stroms auf mindestens 35% steigen. Josef Göppel hat sich in den parlamentarischen Beratungen insbesondere für die Förderung der Windkraft im Binnenland und die verstärkte Nutzung von Reststoffen wie Gülle und Landschaftspflegematerial in Biogasanlageneingesetzt. Die wesentlichen Änderungen des EEG im Detail. Windkraft Der Entwurf des Bundesumweltministeriums sah Kürzungen bei der Windkraft an Land vor. Insbesondere an mittleren Windstandorten im Binnenland würde damit ein Ausbau unrentabel und zahlreiche bereits in der Planung befindliche Projekte wären gestoppt worden . Nun bleiben im kommenden Jahr neben einer Anfangsvergütung von 8,93 ct/kWh auch der Bonus für die Regelbarkeit von Windkraftanlagen bei Netzüberlastungen von 0,48 ct/kWh bis Ende 2014 erhalten. Die Degression der Vergütungssätze steigt nur leicht von 1 auf 1,5% jährlich (§ 29). Deutliche Verbesserungen gibt es beim Ersatz von älteren Windrädern. Beim Repowering wird die Altersobergrenze der Anlagen aufgehoben und die Obergrenze für die Leistungserhöhung gestrichen. Damit steigt an bestehenden Standorten der Stromertrag. Ältere Einzelanlagen können in Windparks neu aufgebaut werden (§30). Biogas Das Bundesumweltministerium hatte ursprünglich geplant, große Biogasanlagen deutlich besser zu stellen. Josef Göppel lehnte diesen Ansatz ab, weil dadurch die Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion gestiegen und vor allem Investoren außerhalb der Landwirtschaft zum Zug gekommen wären. Ein besonderes Anliegen war ihm, dass kleine, vor allem Reststoffe verwertende Anlagen bis 75 kW bessere Bedingungen bekommen. Sie erhalten sie nun 25 ct/kWh (§ 27b). Größere Anlagen über 500 kW erhalten für die Vergärung von Gülle nur 6 anstatt 8 ct/kWh. Dadurch werden hofintegrierte Anlagen bevorzugt und weite Transportwege vermieden. ..... Lesen Sie hier weiter :: Weltweit auf dem Vormarsch: Sonnen- und Windenergie + 26.06.2011 + Kein anderer Energiesektor wächst seit Ende der 1990er Jahre so stark wie die Erneuerbaren Energien. Greenpeace International hat sich die Entwicklung der globalen Energieversorgung seit 1970 angeschaut und in einer Studie veröffentlicht. Den größten Schub an neuen Wind- und Solaranlagen gab es 2010, während neue AKW seit 2000 nur einen Marktanteil von zwei Prozent haben. Von den Kraftwerken, die in den letzten zehn Jahren weltweit ans Netz gegangen sind, sind 26 Prozent mit Erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Wasser) betriebene Anlagen. Neue Gaskraftwerke hatten in diesem Zeitraum einen Anteil von 42 Prozent, Kohlekraftwerke einen von 30 Prozent - die meisten wurden in China gebaut. Und auf dem letzten Platz liegen mit zwei Prozent Atomkraftwerke. Lesen Sie hier weiter... :: Photovoltaik bleibt attraktiv Das erfolgreiche und von über 50 Ländern übernommene deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht vor, dass die Einspeise-Vergütung für Solarstrom Jahr für Jahr gekürzt wird. Vor 10 Jahren wurden noch 57 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom vergütet, heute sind es noch 27 Cent. Die Preise für eine Photovoltaik-Anlage haben sich in dieser Zeit ebenfalls etwa halbiert. Die am Anfang hohe Einspeise-Vergütung war als Anreiz für eine Überbrückungszeit gedacht bis sich Solarstrom und andere Erneuerbare Energieträger gegenüber den alten Energien selber rechnen. Eine intelligente marktwirtschaftliche Lösung. Inzwischen ist dieses Ziel beim Windstrom nahezu erreicht und beim Solarstrom bald. Fachleute gehen davon aus, dass in spätestens zwei Jahren der Solastrom vom Dach nicht mehr teurer ist als der fossil-atomare Strom aus der Steckdose. Solarstrom oder auch Windstrom freilich erzeugen keine Folgekosten wie atomarer oder fossiler Strom. .... Was Bauherren bei Planung und Kauf beachten sollten und wie sie optimal von der eigenen Solarstromanlage profitieren können, erklärt der neue Ratgeber „Photovoltaik“ der Stiftung Warentest.... :: UN-Klimakonferenz in Bonn + 17.06.2011 + Die heute endende UN-Klimakonferenz in Bonn hat gezeigt, dass die meisten Länder nicht hierher gekommen sind, um das Klima zu retten. In den Verhandlungen wurde klar, dass es mit den USA in absehbarer Zeit kein völkerrechtlich verbindliches Abkommen geben wird. Deutschland und die EU bauen keinen dringenden Handlungsdruck auf, um den globalen Klimawandel einzudämmen... Lesen Sie hier weiter Quelle: Greenpeace | Martin Kaiser 2011 :: Lügen und Märchen der Anti-Energiewende-Lobby Der Atom"ausstieg" ist noch lange keine Energiewende. Und wer jetzt glaubt, man könne die Hände in den Schoß legen, weil angeblich jetzt selbst Angela Merkel begriffen habe, was zu tun sei, der wird ein böses Erwachen erleben. Denn weiterhin bremst die augenblickliche Bundesregierung, allen voran Umweltminister Röttgen, die bereits vor zehn Jahren unter Rot-Grün begonnene dezentrale Energiewende aus. Mit allen möglichen Tricksereien, aber auch mit massiven Einschnitten wird das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) quasi von innen zerstört und auf die Interessen der Strom-Oligopolisten getrimmt. Wettbewerb, Mittelstand und Kommunen kämen dabei unter die Räder. Parallel erleben wir eine regelrechte Desinformationskampagne. EUROSOLAR hält dagegen und klärt auf. Wir werden in den nächsten Wochen regelmäßig Lügen und Märchen der Anti-Energiewende-Lobby aufgreifen und kurz und knapp die wahren Hintergründe und wirklichen Alternativen vorstellen... Lesen Sie hier weiter :: Ca. 50.000 Hektar Fläche landen als hochwertige Lebensmittel im Müll + 08.06.2011 + Mit dieser Fläche könnten durch Biogasanlagen die Ökostromproduktion verdreifacht werden. Klarerweise bedingt die Lebensmittelzubereitung auch biogene Abfälle - als Beispiel sei nur die Salatzubereitung erwähnt. Erstaunen bis hin zu Entsetzen erweckt aber die Erkenntnis, dass jeder Österreicher pro Jahr ca. 6kg fertig verpackte Lebensmittel in den Müll wirft. Hierbei handelt es sich also keinesfalls um jenen Anteil an Lebensmittel welche während der Zubereitung automatisch in die Biotonne wandern sondern tatsächlich um die sprichwörtlich heiß begehrte Wurstsemmel, Mohnkrone oder anderes beim Einkauf entdeckte Genussobjekt.... Lesen Sie hier weiter :: Der Atomausstieg ist bezahlbar – die Energiewende aber braucht einen Kraftakt Der teils heftig umstrittene Zeitpunkt des Atomausstiegs hat nur geringe Auswirkungen auf die Strompreise für Verbraucher. Ein Ausstieg deutlich vor 2020 könnte den Ausstoß des Treibhausgases CO2 in Deutschland allerdings kurzfristig in die Höhe treiben. Knackpunkt ist jedoch die Versorgungssicherheit. Sie kann nur gewährleistet werden, wenn gleichermaßen die erneuerbaren Energien und die fossile Stromerzeugung sowie die Netze ausgebaut werden, so haben Wissenschaftler jetzt erstmals umfassend errechnet. Dabei könne der Einsatz von Gaskraftwerken statt Kohlekraftwerken beim etwa gleichen Preis zu weniger Emissionen und mehr Wettbewerb im Strommarkt führen. „Die größte Herausforderung ist nicht der Ausstieg aus der Kernkraft, sondern der Einstieg in ein nachhaltiges, intelligentes und gesellschaftlich akzeptiertes Energiesystem – ein wahrer Kraftakt“, sagt Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Er präsentierte die Ergebnisse am Freitag in Berlin. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel nahm dabei eine politische Bewertung vor, Auftraggeber der Studie war die Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig, geleitet wurde das Projekt von Brigitte Knopf (PIK). „Unsere Studie zeigt den Entscheidern mehrere Wege zur Energiewende auf und macht deutlich, welche Zielkonflikte auftreten, aber auch welche Handlungsoptionen sich hier jeweils bieten“, erklärt Thomas Bruckner, Direktor des Leipziger Instituts. „Keine andere aktuelle Studie zum Thema hat so viele Szenarien gerechnet, Zeiträume bis 2030 erfasst und zudem die unterschiedlichen Auswirkungen von Gas- gegenüber Kohlekraftwerken als Ersatz für die Atomenergie ermittelt.“.... Lesen Sie hier weiter Weblink zur Kurzfassung der Studie EHEC zwingt deutsche Bauern in die Knie + 01.06.2011 + 30 Mio. Euro Verlust pro Woche - Ruf nach Schadenersatz wird laut. Der heimtückische Durchfallerreger EHEC belastet die deutsche Landwirtschaft zusehends und hat zu Umsatzeinbußen in Millionenhöhe geführt. Laut dem Deutschen Bauernverband (DBV) entsteht allein den deutschen Gemüsebauern ein wöchentlicher Schaden von rund 30 Mio. Euro - Tendenz steigend. Dieser eigenen Angaben nach "dramatische Zustand" ist vor allem auf Warnungen von Fachleuten vor bestimmten Gemüsesorten zurückzuführen, argumentiert die Interessenvereinigung. Insolvenzrisiko steigt "Unser größter Wunsch ist, dass die Ursache und damit auch die Herkunft des EHEC-Erregers so schnell wie möglich ausfindig gemacht wird", fordert DBV-Sprecher Johannes Funke auf Nachfrage von pressetext. Bauernverband-Chef Gerd Sonnleitner kritisiert unterdessen, dass Fachleute zwar zum Verzicht auf Gurken, Tomaten und Salat aufgerufen haben, die Seuche in der Ausbreitung mit weiteren Todesfällen in der Folge jedoch nicht verhindert werden konnte. "Wir sitzen mit den Verbrauchern in einem Boot. Hinzu kommt, dass der finanzielle Schaden für viele Betriebe existenzbedrohend ist", unterstreicht Funke. Die Suche nach dem Ursprung des Erregers geht unvermindert weiter. Sowohl in der Politik als auch bei den Bauern häufen sich die Krisensitzungen. EHEC soll bei der laufenden EU-Agrarministertagung sowie bei der Sitzung des Agrarausschusses des Bundestags heute, Mittwoch, zum Thema gemacht werden.... lesen Sie hier weiter Quelle:pressetext 2011
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EUROSOLAR: Atomausstieg als Pyrrhussieg – Bundesregierung stoppt Energiewende "Wer sich weiter am vermeintlichen Erfolg des Atomausstiegs berauscht, wird ein böses Erwachen erleben“, erklärt EUROSOLAR-Vizepräsident Dr. Fabio Longo. Ein ernst gemeinter Atomausstieg könne nur durch eine Beschleunigung der laufenden Energiewende erreicht werden – mit den erprobten und mittlerweile hocheffektiven Technologien, die Deutschland in den letzten Jahren zum Vorbild gemacht haben. EUROSOLAR verurteilt den Versuch der Bundesregierung, entgegen den Empfehlungen der Ethikkommission den Atomausstieg zugunsten der deutschen Energiekonzerne zu instrumentalisieren. Denn die Vermeidung von Atomgefahren und die Verringerung unserer Abhängigkeit von schrumpfenden fossilen Ressourcen lassen sich neben Wasserkraft und Geothermie nur durch die bewährten Zugpferde des Ausbaus erneuerbarer Energien lösen: Windkraft an Land, Solarstrom und Biogas. Deutschland besitzt als weltweiter Vorreiter die besten Voraussetzungen, sich als Industriestaat mit enormen wirtschaftlichen Vorteilen schon 2020 zu 50 % und 2030 zu 100 % mit regenerativ erzeugtem Strom zu versorgen. "Sollte das Gesetzespaket der Bundesregierung aber tatsächlich am 6. Juni vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht und vom Bundestag im Hauruck-Verfahren beschlossen werden, wird Umweltminister Dr. Röttgen als Totengräber der erneuerbaren Energien in die Geschichte eingehen. Durch den geplanten Ausbaustopp der erneuerbaren Energien werden Zehntausende der inzwischen über 350.000 Arbeitsplätze einer hoffnungsvollen Zukunftsbranche zerstört. Gleichzeitig wird die Chance zum Aufbrechen des Oligopols der großen Energiekonzerne im Energiemarkt leichtfertig verspielt", so Vizepräsident Longo. "Wir fragen uns: Lässt Herr Röttgen seinen zahlreichen Worten für den Ausbau der dezentralen erneuerbaren Energien Taten folgen, ist er guten Willens und korrigiert seinen Kurs oder wird er zum Handlanger der großen Energiekonzerne und zerschlägt das deutsche Erfolgsmodell für die Energiewende?" Anstatt jetzt den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, wird das Tempo der Energiewende durch die geplante EEG-Novelle massiv gedrosselt und kann schon in wenigen Jahren vollständig zum Erliegen kommen. Die Wachstumsraten für Onshore-Wind, Photovoltaik und bäuerliche Biogasanlagen sollen einbrechen. Und das, obwohl Onshore-Wind die günstigste regenerative Energiequelle in Deutschland ist und bereits in Kürze der Strom aus Solar-Freiflächenanlagen günstiger hergestellt werden kann als aus Offshore-Windenergieanlagen – ganz ohne Notwendigkeit für Stromtrassen über mehrere tausend Kilometer. EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege erklärt, dass gerade die neuen Träger, die die Energiewende mit Investitionen von 100 Mrd. Euro seit 2000 in Gang gebracht haben und ohne die eine Steigerung des Anteils regenerativ erzeugten Stroms von nur 4 % auf 17 % gar nicht möglich gewesen wäre, "jetzt abrupt vom Umbau der deutschen Stromversorgung ausgeschlossen werden". Im Energiekonzept der Bundesregierung kommen mittelständische Unternehmen, Stadtwerke und Bürger nicht mehr vor. "Nach 10 Jahren aktiver Teilnahme am Wandel im Stromsektor sollen sie wieder zu Zaungästen werden, das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird zum Konzern-EEG. Es ist perfide, die Marktintegration der Erneuerbaren Energien zu fordern, und gleichzeitig den Energiekonzernen eilfertig dabei zur Hand zu gehen, ihre Oligopolstellung zu bewahren", so der EUROSOLAR-Präsident. So wird den Konzernen durch die üppige Förderung der Offshore-Windenergie eine Schlüsselstelle bei der Energiewende zugeordnet. Weiterhin plant die Bundesregierung die Errichtung von 10.000 MW unflexibler klimaschädlicher Grundlastkraftwerke und will gleichzeitig mit einem "Planungsbeschleunigungsgesetz" Bürgerproteste gegen neue Großkraftwerke und Stromtrassen der Großkonzerne im Keim ersticken. Dabei erfordert ein wachsender Anteil erneuerbarer Energien im Strommix eine Flexibilisierung der Erzeugung, erklärt EUROSOLAR. Es zeichnet sich ab, dass das Offshore-Engagement der Konzerne – wie schon in den vergangenen Jahren der zahlreichen tatenlosen Ankündigungen – bescheiden bleiben wird, denn mehr Offshore-Strom bedeutet weniger Volllaststunden für den fossilen Kraftwerkspark der Großkonzerne. Ein realistisches Szenario sieht wie folgt aus: Die Konzerne werden den Ausbau der Offshore-Energie wie gehabt über Jahre hinauszögern, über Probleme klagen und immer mehr Geld einfordern. Schließlich werden mehr Kohlekraftwerke als Offshore-Windparks in die neuen Nord-Süd-Stromtrassen einspeisen. Die Bürger werden jetzt mit Windstrom gelockt, um die Akzeptanz für den Trassenbau zu steigern, später fließt dann schmutziger Kohlestrom der Oligopolisten. "Wer den Bock zum Gärtner macht, der muss sich nicht wundern, wenn so letztlich nicht einmal das Minimalziel von 35% regenerativem Strom erreicht wird." Die weitere Einschränkung des sogenannten Ökostromprivilegs und die parallele Einführung einer Marktprämie verschlechtern zudem die wirtschaftliche Lage kleinerer und mittlerer Unternehmen, die Ökostrom vertreiben, dramatisch. Die seit Jahren kostengünstig und erfolgreich praktizierte Marktintegration regenerativ erzeugten Stroms soll eingetauscht werden gegen eine ineffiziente Marktprämie, die nur zu teuren Mitnahmeeffekten führt und wiederum die großen Energiekonzerne bevorzugt. Während durch das Ökostromprivileg bei den Bürgern besonders begehrte Vertriebe gefördert werden, die aufgrund ihres hohen regenerativen Stromanteils von besonderer Bedeutung für die künftige Energieversorgung sind, gehen von der Marktprämie keine Anreize für eine verbesserte Netzintegration regenerativ erzeugten Stroms aus. Wer eine sichere erneuerbare Energieversorgung wirklich will, muss Anreize für den Ausbau von Stromspeichern geben und einen Speicherbonus im neuen EEG verankern anstatt eine wettbewerbsfeindliche Marktprämie einzuführen (siehe EEG-Novelle verspielt Chance für eine sichere Energieversorgung durch den Ausbau von Speichern und Punkt 7 im 10-Punkte-Sofortprogramm von EUROSOLAR). Unter diesen Voraussetzungen ist der Atomausstieg für die Energiewende nur ein Pyrrhussieg. Schuld daran trägt die konzernhörige Politik der Bundesregierung. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, ein überkommenes Energiesystem zu konservieren. So wird sie die Zukunftsfähigkeit Deutschlands schwer schädigen und die Chance auf hunderttausende neue Arbeitsplätze zunichte machen. EUROSOLAR fordert daher die Bürger, Kommunen, Stadtwerke und die mittelständische Wirtschaft auf, sich gegen diese Pläne zur Wehr zu setzen. Quelle:EUROSOLAR | Irm Pontenagel 2011 http://www.sonnenseite.com/Erneuerbare+Energien,EUROSOLAR-+Atomausstieg+als+Pyrrhussieg+%E2%80%93+Bundesregierung+stoppt+Energiewende,5,a19317.html :: Immer mehr Beschäftigte + 21.04.2011 + Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien hat sich in Deutschland eine heimische Industrie entwickelt, deren wirtschaftliche Bedeutung kontinuierlich zunimmt. Wozu die Branche der Erneuerbaren Energien auch beschäftigungsmässig in der Lage ist, zeigen die neuesten Zahlen aus Deutschland. 367.400 Menschen arbeiteten im Jahr 2010 im Bereich der Erneuerbaren Energien, am meisten zulegen konnte die Solarbranche. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl um etwa acht Prozent gestiegen. Neben der Zahl der Beschäftigten lagen in Deutschland auch die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien mit rund 26,6 Milliarden Euro um ein Viertel höher als im Vorjahr. Die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen konnten um 20 Prozent gesteigert werden. Als Folge daraus stieg die Bruttobeschäftigung in diesem Bereich um etwa 28.000 auf insgesamt 367.400 Personen. Von den insgesamt 367.400 Beschäftigten arbeitet ein Drittel im Bereich der Biomasse (122.000). Die Abschätzung berücksichtigt neben den direkt und indirekt Beschäftigten im Anlagenbau auch die Beschäftigten aus Betrieb und Wartung sowie aus der Bereitstellung von Brenn- und Biokraftstoffen (Agrar- und Forstwirtschaft). Die Solarenergie trug ebenfalls mit knapp einem Drittel zur Beschäftigung bei (120.900), wobei hier deutlich zwischen der Photovoltaik und der Solarthermie unterschieden werden muss. Die Photovoltaik ist der große Profiteur der Entwicklung des Jahres 2010, was sich im deutlichen Beschäftigungszuwachs der Branche niederschlägt. Die Solarthermie hatte 2010 dagegen ebenso wie der Rest des Wärmemarktes klare Einbußen hinzunehmen. Im Bereich der Windenergie ging 2010 auf Grund national wie international schwacher Märkte zum ersten Mal die Zahl der Beschäftigten zurück. Die Windenergie stand mit 26 Prozent (96.100 Beschäftigten) damit an dritter Stelle. Die Geothermie trug mit etwa 13.300 Personen (4 Prozent) zur Beschäftigung bei, gefolgt von der Wasserkraft mit 7.600 Personen (2 Prozent). Die Beschäftigung im Bereich öffentlich geförderter Forschung und Verwaltung hat einen Anteil von etwa 2 Prozent (7.500 Personen) an der Bruttobeschäftigung. ... lesen Sie weiter unter: http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Immer+mehr+Beschaeftigte,6,a18904.html
Ostermärsche im ganzen Land + 21.04.2011 + Die diesjährigen Ostermärsche werden noch vielfältiger und bunter als in den vergangenen Jahren. Zwölf Großdemonstrationen am Ostermontag Am Ostermontag, den 25. April, wird es an zwölf Atom-Standorten in Deutschland Großdemonstrationen geben. Anlässe sind der 25. Jahrestag des Super-GAU in Tschernobyl, die laufende Reaktorkatastrophe in Fukushima und die aktuelle atompolitische Debatte in der Bundesrepublik - mehr Infos finden Sie hier Dies liegt einmal daran, dass die friedenspolitische Agenda umfassender geworden ist und zugleich die Antiatom- und Umweltbewegung ebenfalls am Osterwochenende auf die Straße geht. Anlass dafür ist der 25. Jahrestag des bis dahin schwersten Atom-Unfalls, der Havarie im AKW Tschernobyl mit seinen verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Entsprechende Veranstaltungen waren lange geplant, bevor das unbeschreibliche Unglück in Fukushima schlagartig deutlich gemacht hat, dass es erstens keine sichere "zivile" Atomenergie gibt und zweitens im Falle eines Unglücks jegliche nachträgliche Kontrolle über die entfesselte Kernkraft illusorisch ist. Fukushima und Hiroshima mahnen Der Kampf gegen den Atomtod stand am Anfang der Ostermärsche vor 60 Jahren. Dieser Kampf richtete sich damals ausschließlich gegen die Atomwaffen, deren zerstörerische Wirkung am Ende des 2. Weltkriegs bei den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki leidvoll sichtbar geworden ist. Erst die Umweltbewegung der 70er Jahr hatte auch auf die tödlichen Gefahren der sog. "friedlichen" Nutzung der Kernkraft aufmerksam gemacht. Als Friedensbewegung haben wir zweierlei gelernt: - In der Langzeitwirkung unterscheidet sich ein Atombombenabwurf wenig von der Kernschmelze eines Atomreaktors.
- Die zivile Nutzung der Kernkraft bildet die technologische und materielle Grundlage für die Anreicherung von Uran und die Herstellung waffenfähigen Plutoniums.
Daher fordert die Friedensbewegung: Atomwaffen abschaffen! In Deutschland sofort mit dem Abzug der in Büchel gelagerten US-Atomraketen beginnen! Sofortiger irreversibler Ausstieg aus der Kernenergie! Es ist bemerkenswert, dass es in vielen Orten an Ostern zu gemeinsamen Aktionen der Friedens- und Antiatom-Bewegung und einem RednerInnen-Austausch kommt. Kriegseinsätze beenden Seit fast zehn Jahren kritisiert die Friedensbewegung den Krieg in Afghanistan und fordert im Einklang mit einer sehr großen Mehrheit der Bevölkerung den Abzug der Bundeswehr. Der Krieg, so die belegbare Überzeugung der Friedensbewegung, hat kein Problem am Hindukusch gelöst, sondern eher noch zusätzliche Probleme geschaffen (Hunger, Drogen, Korruption). Die NATO ist mit ihrem Latein am Ende, doch anstatt den Krieg zu beenden, werden immer neue "Strategien" ersonnen, wie man das Land unter Kontrolle bringen und gleichzeitig der kriegsunwilligen Bevölkerung hier zu Lande eine "Abzugsperspektive" vorzugaukeln. Die Friedensbewegung sagt: Bundeswehr und NATO raus aus Afghanistan, und zwar sofort. lesen Sie weiter ... http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Ostermaersche+im+ganzen+Land,6,a18918.html
Quelle:Bundesausschuss Friedensratschlag 2011 Lühr Henken, Berlin Peter Strutynski, Kassel Freising. Mit ihrem 6-Punkte-Programm für eine beschleunigte Energiewende macht die Bundesregierung deutlich, welche Schwerpunkte sie künftig beim Ausbau Erneuerbarer Energien setzt. Von einer vernünftigen und ehrlichen Energiepolitik spricht die Regierung und von einem schnellen Einstieg in die Erneuerbaren. Beim Lesen des Programms ist eher das Gegenteil festzustellen. Vom breiten Ausbau aller Erneuerbarer Energien ist keine Zeile zu finden. Schwarz-Gelb legt den Schwerpunkt allein auf die Windenergie. Offshore Windstrom vom Meer, Repowering alter Windenergieanlagen an Land und der Abbau planungsrechtlicher Hemmnisse für den Bau neuer Windräder sind die Rezepte von Umweltminister Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle für den Umbau der Stromerzeugung in Deutschland. „Die Erneuerbare-Energien-Potenziale aus Biogas, Wasserkraft, Geothermie und Photovoltaik werden völlig außer Acht gelassen“, kritisiert Dr. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas e.V., „dabei kann gerade Biogas die in dem Programm auch geforderte bedarfsgerechte Stromerzeugung sowie Systemdienstleistungen für die Netz- und Versorgungssicherheit erbringen.“ In diesem Zusammenhang spiele die Speicherung Erneuerbarer Energien eine besondere Rolle. Dabei sei Biogas als speicherbarer Energieträger qualitativ besonders hervorzuheben. „In Verbindung mit dem Erdgasnetz ergeben sich für Biogas sehr große Speicherkapazitäten, die nur richtig genutzt werden müssen. So lassen sich auch überschüssiger Wind- und Sonnenstrom in Form von Wasserstoff oder Methan im Erdgasnetz parken“, erklärt da Costa Gomez. Rein rechnerisch lassen sich aus etwa 220 Terawattstunden (TWh) in Kavernen lagerndem Erdgas mit Gas- und Dampfkraftwerken rund 130 TWh Strom flexibel erzeugen. Das Stromnetz hat dagegen nur eine Speicherkapazität von 0,04 TWh. Bei einer Vollversorgung mit Ökostrom bräuchte Deutschland die 500-fache Speicherkapazität, also 20 TWh. Anhand der Zahlen wird deutlich, dass das Erdgasnetz die notwendigen Speicherkapazitäten spielend bereitstellen könnte. Anders ausgedrückt: Die Speicherreichweite der Erdgasnetzinfrastruktur beträgt etwa 2.000 Stunden, die des Stromnetzes nur 0,6 Stunden. Das riesige Erdgasnetz mit seinen unterirdischen Speicherkavernen kann also helfen, Stromnetze zu entlasten. Das ist wichtig, weil das Stromnetz, wie es der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth formuliert „schon heute die Achillesferse der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ist“. Immer häufiger müssen aus Kapazitätsgründen Erneuerbare-Energien-Anlagen abgeschaltet werden. Das Erdgasnetz ist bereits vorhanden. Dafür müssen im Gegensatz zum Strom keine neuen Leitungen gebaut werden. „Das Erdgasnetz muss bei der Planung der künftigen Energieinfrastruktur berücksichtigt werden“, fordert da Costa Gomez. In dieses Konzept passen flexible, effiziente und dezentrale Biomethan-Kraftwerke, die sowohl das landwirtschaftliche Biogas als auch das aus überschüssigem regenerativem Strom eingespeiste Methan bedarfsgerecht verstromen. Sicher wird Windenergie im künftigen Strommix eine bedeutende Rolle spielen. Aber Windenergie allein ohne die anderen Erneuerbaren, so wie die Bundesregierung es derzeit plant, wird die notwendige Energiewende nicht herbeiführen. Erneuerbare Energien funktionieren nur gemeinsam. Quelle: Fachverband Biogas http://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_PM_14_11 Greenpeace legt Plan für Energiewende vor + 12.04.2011 + Atomausstieg bis 2015, Kohleausstieg bis 2040. Der Atomausstieg kann nach Berechnungen von Greenpeace geordnet bis 2015 und ein Ausstieg aus klimaschädlicher Kohle bis 2040 umgesetzt werden. Das geht aus einem Fahrplan für die Energiewende hervor, den die unabhängige Umweltschutzorganisation heute kurz vor dem Energiegipfel von Bundesregierung und Bundesländern in Berlin präsentiert. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, den schnellen Atomausstieg, konsequenten Klimaschutz und eine vollständigen Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien bis 2050 in ihrem Energiekonzept zu verankern. „Die Bundesregierung muss jetzt beweisen, dass sie die angekündigte Energiewende ernst meint,“ sagt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace. „Die Technologien stehen bereit, die Konzepte liegen auf dem Tisch und die Menschen wollen so schnell wie möglich raus aus der Atomkraft und rein in den Klimaschutz!“ Als Brückentechnologie fordert Greenpeace Erdgaskraftwerke und hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung. „Zudem muss ein Energieeffizienzgesetz beschlossen werden, das den Namen auch verdient. So kann der geforderte ,Atomausstieg mit Augenmaß bis 2015 und Klimaschutz zugleich umgesetzt werden“, so Böhling. Im Greenpeace Fahrplan wird die Machbarkeit der Energiewende Schritt für Schritt, kraftwerksgenau und anhand der technischen Realisierbarkeit dargestellt. Für einen geordneten Atomausstieg bis 2015 müssen 16 Erdgaskraftwerke gebaut werden, die zum größten Teil bereits in Bau sind. Parallel kann der Anteil von hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen gesteigert und der Ausbau der Erneuerbaren Energien auf rund 40 Prozent bis 2020 erhöht werden. Bis 2040 kann Deutschland komplett aus Kohlekraftkraftwerken aussteigen. Mit diesem Energiekonzept wird Deutschland seinen Kohlendioxidausstoß bis 2020 um 46 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent reduzieren. Bis 2030 wird die Energiewende 300 Milliarden Euro Brennstoffkosten sparen Für die Energiewende fordert Greenpeace, dass Neuinvestitionen ausschließlich in Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Erdgaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung gehen. Kohlekraftwerke dürfen aus Gründen des Klimaschutzes nicht mehr gebaut werden. Dafür müssen jetzt entsprechende Gesetze erarbeitet werden. Von dieser zukunftgerechten Erneuerung Deutschlands profitiert die ganze Volkswirtschaft: Neben vermindertem atomaren Risiko und höherer Lebensqualität durch eine sauberere Umwelt führt die Energiewende laut Berechnung auch zu volkswirtschaftlichen Einsparungen von 300 Milliarden Euro bis 2030 und bis zu einer Million Arbeitsplätze allein im Bereich Erneuerbarer Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts. „Eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien ist technisch möglich, ökologisch notwendig und volkswirtschaftlich sinnvoll. Sie erfordert zwar höhere Investitionen zu Beginn, die zahlen sich aber mittel- und langfristig aus“, sagt Dr. Michael Sterner, Wissenschaftler am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik. Erneuerbare Energien brauchen privates Kapital, statt Steuergelder + 13.04.2011 + Milliarden aus dem Bundeshaushalt für den Atomausstieg? Es ist schlicht absurd, von einer Belastung der Gesellschaft durch den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien zu reden. Wer wie Union und FDP den beschleunigten Ausbau der Erneuerbare Energien vom Bereitstellen öffentlichen Kapitals abhängig machen will, entpuppt sich in Wirklichkeit erneut als Bremser. Milliarden aus dem Bundeshaushalt für den Atomausstieg? Das ist eine künstliche Debatte, die aufzeigt, wie wenig Expertise bei Schwarz-Gelb vorhanden ist. Die meisten Maßnahmen für Erneuerbare Energien lassen sich ohne Haushaltsmittel finanzieren. Mehr Geld brauchen wir hier nur für die Energieforschung. Es ist unbestritten, dass es sich hier um Investitionen handelt, die sich für die Gesellschaft auszahlen. Es überrascht nicht: wer sich jahrelang gegen einen schnellen Ausbau der Erneuerbare Energien und für Atomkraft einsetzt, hat wenig Ahnung, wie der beste Weg zum Beschleunigen der Erneuerbaren im Stromsektor ist. Öffentliches Kapital und damit eine Erhöhung der Neuverschuldung ist in der von Union und FDP diskutierten Größenordnung von fünf Milliarden Euro nicht nötig. Absurd ist die Diskussion um die zwei Milliarden Euro für die Wärmedämmung, die diskutiert werden. Mehr Geld für Wärmedämmung macht Sinn , aus Gründen des Klimaschutzes und wegen der Erdölverknappung. Mit Atomausstieg hat das aber nichts zu tun. Die Investitionen in Erneuerbare Energien und Netzausbau sollten aber wie bisher auch von privater Hand finanziert werden. In der Gesellschaft ist genug Geld vorhanden; Bürgerkapital in Genossenschaften und Bürgerkraftwerke sowie Finanzfonds stehen weiterhin in Milliardenhöhe zur Verfügung. Alleine 26,6 Milliarden Euro wurden letztes Jahr aus privater Hand in die Branche der Erneuerbare Energien investiert.Auch die öffentlichen Haushalte profitierten massiv von der Markteinführung der Erneuerbare Energien. So wurden seit Einführung der Erneuerbaren bereits 370 000 neue Jobs in der Branche geschaffen, Gewerbesteuer und Einkommensteuer brachten Millionenbeträge für die Kommunen. Erschrecken müssen jüngste Äußerungen aus der SPD. Nach Jahren mit Bekenntnissen für den Atomausstieg entpuppen sich der SPD-Chef Gabriel und die Haushaltspolitiker der SPD als Bedenkenträger. Sie sprechen vor allem von Kosten, selbst da, wo es keine gibt. Gerade jetzt, wo Konzepte für den Atomausstieg gefragt sind, muss die SPD aufpassen, ihre Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren. Ökostrom kann Kernkraft in neun Jahren ersetzen + 06.04.2011 + Forschungsinstitut: Atomausstieg und 100 Prozent erneuerbarer Strom früher möglich als geplant. Deutschland kann bis 2020 die Atomkraft durch Ökostrom ersetzen und die Stromversorgung bereits vor 2050 vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Zu diesem Schluss kommt das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Notwendige Wegbereiter für den raschen Umstieg sind flexible Gaskraftwerke, Netzausbau und -ertüchtigung, Speichertechnologien sowie Energieeffizienz. Strom aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft ist imstande, in Kombination mit dezentralen hocheffizienten Gaskraftwerken in neun Jahren den Wegfall der Kernenergie auszugleichen, ohne dass eine Stromlücke entsteht. Der Umstieg ist laut ZSW machbar, er muss aber durch bestimmte Rahmenbedingungen flankiert werden. Dazu gehören besonders Speichertechnologien, wie die Konvertierung von erneuerbarem Strom in Methan oder Wasserstoff, und eine Modernisierung der Netzinfrastruktur. Wird dies realisiert, ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn bis 2050 von mehreren hundert Milliarden Euro möglich. 100-prozentige Ökostromversorgung deutlich vor 2050 möglich Das Stuttgarter Forschungsinstitut, das unter anderem das Bundesumweltministerium mit Daten und Studien zur Entwicklung der erneuerbaren Energien berät, geht davon aus, dass der „Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energien“ der Bundesregierung erfüllt werden kann. Der Plan strebt bis 2020 einen Ökostromanteil von 38,6 Prozent an. 2010 lag er bei 16,8 Prozent. „Der geplante Ausbau und die Steigerungsraten erfordern eine signifikante Beschleunigung des Netzauf- und -ausbaus, der Entwicklung und Integration von Speichern sowie des Lastmanagements und der Laststeuerung“, sagt Professor Frithjof Staiß, der geschäftsführende Vorstand des ZSW. Wird dies engagiert umgesetzt, ist auch eine 100-prozentige Ökostromversorgung deutlich vor 2050 möglich, so Staiß. Einbindung dezentraler gasbetriebener Stromerzeugungsanlagen in Kraft-Wärme-Kopplung Der Anteil der Atomkraft kann bis 2020 auf null reduziert werden, rund zwei Jahre schneller als von der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung geplant. Im Jahr 2010 stammten rund 22 Prozent des Strommixes aus Kernenergie. Da der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 um 22 Prozentpunkte gesteigert werden soll, ist die Kompensation des Atomstroms durch Ökostrom möglich. Neben dem Ökostromausbau ist die verstärkte Einbindung dezentraler gasbetriebener Stromerzeugungsanlagen in Kraft-Wärme-Kopplung nötig. Sie können in der Übergangszeit die Versorgungszuverlässigkeit garantieren und emittieren gleichzeitig weniger Kohlendioxid als Kohlekraftwerke. Vor allem aber: Die Anlagen sind bedeutend flexibler als schwerfällige Grosskraftwerke und können die Schwankungen beim erneuerbaren Strom ausgleichen. Stromüberschüssen zur Herstellung von Erdgassubstitut „Dies ist schon deshalb erforderlich, weil noch Zeit benötigt wird, um Speichertechnologien und das Stromnetz so auszubauen, dass hohe Anteile von Wind- und Solarenergie möglich sind“, so Professor Staiß. Eine Schlüsselrolle kann dabei die Nutzung von Stromüberschüssen zur Herstellung von Erdgassubstitut spielen: Dabei wird Ökostrom in zwei Schritten in erneuerbares Methan umgewandelt, das ohne Weiteres in das Erdgasnetz eingespeist werden kann. Eine erhebliche Steigerung des prozentualen Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung muss zudem durch Effizienzmassnahmen auf der Verbrauchsseite unterstützt werden. Sie bewirken einen Rückgang des Gesamtstrombedarfs und damit eine weitere Reduktion des fossilen Stromaufkommens. Mittelfristig sogar deutlich kostengünstiger „Eine sichere und nachhaltige Stromversorgung gibt es nicht umsonst“, betont ZSW-Vorstand Staiß. Der Umbau müsse vorfinanziert werden. Dies ist aber nicht mit einem sprunghaften Strompreisanstieg verbunden. Durch weitere Kostensenkungen im Bereich der Ökostromerzeugung und gleichzeitig steigende Preise etwa für fossile Energieträger und Emissionszertifikate wird die Versorgung mittelfristig sogar deutlich kostengünstiger sein als im heutigen System. Bei einer Gesamtenergieversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050, also für Strom, Wärme und Mobilität, könnte Deutschland einen kumulierten volkswirtschaftlichen Gewinn von 750 Milliarden Euro erwarten. Dies belegt das alternative "Energiekonzept 2050", das sieben Mitgliedsinstitute des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) bereits im Sommer 2010 vorgelegt haben. Forschungsmittel für erneuerbare Energien und Energieeffizienz nötig Um den Umstieg optimal zu schaffen, müssen allerdings auch die Forschungsmittel für erneuerbare Energien und Energieeffizienz ausgeweitet werden. Dies ist nicht zuletzt durch die Umwidmung der Förderung von Nukleartechnologien möglich. So können Innovationen und Kostensenkungen noch schneller umgesetzt werden. Deutschland wird dann seiner Vorreiterrolle im Energiebereich gerecht und gibt Impulse auch für andere Länder. Das ZSW gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. In Stuttgart, Ulm und Widderstall arbeiten derzeit rund 200 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Am Standort Stuttgart werden Photovoltaik und regenerative Kraftstoffe erforscht und Energiesystemanalysen erstellt, in Ulm Batterietechnik und Brennstoffzellen entwickelt. :: Neuer EUROSOLAR-Präsident: Professor Peter Droege + 05.04.2011 + Der EUROSOLAR-Gründer und langjährige Präsident Dr. Hermann Scheer wurde posthum zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die europäische Delegiertenversammlung hat am 2. April 2011 Prof. Peter Droege zum neuen Präsidenten von EUROSOLAR e.V. ernannt. Peter Droege wurde vom Vorstand der EUROSOLAR-Sektion Deutschland nominiert. Neun Vizepräsidenten wurden aus den Reihen der Delegiertenversammlung gewählt. Als Träger des europäischen Solarpreises hat Peter Droege sich in seiner Lehre, Forschung und Arbeit für den energetischen Stadtumbau zur erneuerbaren Stadt, die urbane Energiewende und den Umbau zu einer 100%ig regenerativen Welt einen Namen gemacht. Der Wissenschaftler lehrt nachhaltigen Städtebau und Raumentwicklung an der Universität Liechtenstein, wo er ein großes grenzübergreifendes Projekt zur vollständigen Versorgung mit erneuerbaren Energien leitet: die 'Bodensee-Alpenrhein Energieregion'. Vor seiner dortigen Berufung hat sich sein akademischer Weg von der Technischen Universität München über das Massachusetts Institute of Technology, der Tokio Universität und Universitäten in Sydney entwickelt. Bei EUROSOLAR und dem Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) arbeitet er ehrenamtlich seit über einer Dekade, seit er im Jahr 2000 von Hermann Scheer als Gründungsmitglied des WCRE eingeladen wurde. Zu seiner Wahl sagt Peter Droege: "EUROSOLAR ist Europas bedeutendste unabhängige Vereinigung für Erneuerbare Energien, von Hermann Scheer, Irm Scheer-Pontenagel und weiteren Unterstützern 1988 in Bonn gegründet. Meine Aufgabe ist es, der europäischen und deutschen Öffentlichkeit zu dienen und den vortrefflich arbeitenden Ländervereinigungen beizustehen, um die reiche und erfolgreiche Erbschaft der ersten 20 Jahre innovativ und mit Energie weiterzuführen. Der vollständigen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, lokal und dezentral geschöpft, dürfen keine weiteren Hindernisse in den Weg gelegt werden. In der dringenden Energiewende liegt der Weg zu sozialer Emanzipation, wirtschaftlicher Erneuerung, regionaler Bereicherung und das notwendige Fundament einer gesundenden Ökologie. Nur so kann dem sich entfaltenden Klimachaos und dem nahestehenden Ölfördermaximum die Stirn geboten werden. Allein der völlige Umstieg auf Erneuerbare Energien kann das unsägliche Leiden beenden, das der Menschheit täglich durch historisch bedingte, heute jedoch als völlig unnötig und veraltet bewiesene Nutzung atomarer und fossiler Energien entsteht." Mit seinem Buch "The Renewable City – a comprehensive guide to an urban revolution" präsentiert Peter Droege ein Referenzwerk zur Lösung der sich abzeichnenden urbanen Krise. Vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit für Städte in diesem Jahrhundert liefert der Autor Argumente für die Integration Erneuerbarer Energien in die Stadt- und Regionalwicklung. Mit erfolgreichen Beispielen aus der Praxis werden diese Argumente untermauert. In seinem Buch zeigt Peter Droege die Energiedimension der Städte sowie deren Perspektiven auf und formuliert die Instrumente für die zukunftsweisende Wandlung städtischer Strukturen mit Erneuerbaren Energien. :: GRÜNES Energieszenario „Ohne Atom und Kohle – Enkeltaugliche Energieversorgung für Niedersachsen“ + 04.04.2011 + Leitfaden für radikalen Umbau: 100 Prozent Energie aus Sonne, Wind und Biomasse. Die Landtagsgrünen haben als Erste in Niedersachsen ein Konzept für den Umbau der Energieversorgung des Landes auf 100 Prozent Erneuerbare Energien vorgelegt. Die in Hannover vorgestellte Studie "Grünes Energieszenario - Enkeltaugliche Energieversorgung für Niedersachsen" erläutert auf rund 60 Seiten detailliert "den Weg zu einer verantwortungsvollen Energieversorgung in Niedersachsen und zieht damit die wichtigste Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Fukushima", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel. "Wir brauchen den schnellstmöglichen Ausstieg und die radikale Beschleunigung der Entwicklung und Förderung der Erneuerbaren Energien!" "Über Jahrzehnte haben die Konservativen und Liberalen alle Anstrengungen für den Umbau der Energieversorgung verhöhnt und blockiert", kritisierte der Grüne die Politik von CDU und FDP in den Bundes- und Landesregierungen. "Mit dem Atomschock kommt das böse Erwachen auch insofern, als dass diese Parteien weder programmatisch noch in ihrer praktischen Politik auf die neue Zeit eingestellt sind. Wir erwarten, dass Ministerpräsident McAllister unsere Studie zum Leitfaden für die radikale Umkehr der Politik der Landesregierung macht!", sagte Wenzel. Die von einem Team um den Grünen-Chef zusammengestellte Studie beschreibt Wege und Maßnahmen zur Energieersparnis und zur Änderung der Produktions- und Lebensweise, die den vollständigen Verzicht auf fossile und nukleare Energiequellen ermöglichen. Zentrale Punkte des Konzepts sind die Reduzierung des aktuellen Energieverbrauchs um fast 50 Prozent und der massive Ausbau von Wind- und Sonnenenergie, ergänzt durch die Potenziale aus Wasserkraft und Biomasse (Holz, Stroh, Energiepflanzen) sowie Umgebungswärme. Durch ein "Bündnis mit den Bürgern und der Wirtschaft" und einen Paradigmenwechsel der Politik mit veränderten Gesetzen und Rahmensetzungen steuern die Grünen ihre ehrgeizigen Ziele in Etappen an: bis zum Jahr 2017 Atomausstieg, bis 2030 hundert Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien und bis 2040 Umstellung des Verkehrs. Als vordringliche Handlungsschritte nannte Wenzel die Ausrichtung von Raumordnung und Landesplanung auf Repowering und Ausbau von Windkraft, den Erlass eines niedersächsischen Effizienz- und Energiespargesetzes, die Einrichtung eines Solarflächenkatasters und die Beschleunigung des Leitungsbaus nach Norwegen. Von der Atomkanzlerin zur Solarkanzlerin? 4.4.2011 Offener Brief an Angela Merkel von Franz Alt
Liebe Angela Merkel, Der Tod ist ein Meister aus Deutschland. Die Kernspaltung wurde hierzulande entdeckt. Von einer Frau (Lise Meitner), einer Physikerin, in Berlin! Leider waren Sie im letzten halben Jahr Atomkanzlerin. Aber jetzt haben Sie die wohl einmalige Chance zur Solarkanzlerin zu werden. Eine Frau, eine Physikerin, in Berlin! Das ist d i e Chance Ihrer jetzigen Krise. Wenn Deutschland als erstes Industrieland den 100-prozentigen Umstieg auf erneuerbare Energien organisiert, besteht die Chance, dass andere Länder uns folgen, das Atomzeitalter überwunden wird und wir rasch das Solarzeitalter erreichen. Die Sonne schenkt uns jede Sekunde unseres Hierseins theoretisch 15.000mal mehr Energie als zurzeit alle Menschen verbrauchen. Hinzu kommen Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Bioenergie sowie Wellen- und Meeresenergie der Ozeane. Wir haben für alle Zeit in allen Kontinenten alles was wir brauchen. Es gibt von Natur aus kein Energieproblem. Es gibt nur falsches Energieverhalten im ach so kurzen fossil-atomaren Zeitalter. Wir verbrennen heute an einem Tag an Kohle, Gas, Öl und Uran, woran die Natur eine Million Tage gearbeitet hat. Das kann nicht gut gehen. Das ist zwar die Basis, aber zugleich der Ur-Fehler und die Tragödie des fossil-atomaren Zeitalters. Doch dieses geht jetzt unaufhaltsam zu Ende. Oder wir werden als Spezies verschwinden. Meine Lebenserfahrung sagt mir: Es ist kein Fehler, Fehler zu machen. Dafür sind wir hier. Aber es ist ein ganz großer Fehler, aus Fehlern nichts zu lernen. Wenn aber das Private immer auch politisch ist, dann haben Sie jetzt, liebe Frau Merkel, eine Riesenchance. Deutsche Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure sind Weltmeister in den Technologien der Windkraft, Solarenergie und Biogas. Ich halte zu diesen Themen pro Jahr weltweit bis zu 200 Vorträgen und weiß, dass diese deutschen Technologien der Erneuerbaren in der ganzen Welt einen Ruf wie Donnerhall haben. Die Lösung des zurzeit schwierigsten Menschheitsproblems – Sie haben das Energieproblem als die „Überlebensfrage der Menschheit“ bezeichnet – steht am Himmel. Eigentlich gibt es gar kein Energieproblem, sondern nur falsches Energieverhalten. Aber dieses können wir relativ rasch ändern. Ein Land, das nach 1950 in etwa zehn Jahren mit dem Rohstoff Kohle das klassische deutsche Wirtschaftswunder schuf, hat jetzt die große Chance, in etwa zwei bis drei Jahrzehnten mit sechs erneuerbaren Energiequellen ein neues, ökologisches Wirtschaftswunder zu organisieren. Hermann Scheer, der Vater des erfolgreichen Erneuerbaren Energien-Gesetzes, hat 2007 im Gespräch mit Ihnen und mir im Bundeskanzleramt, den Weg ins Solarzeitalter gezeigt und in seinem letzten Buch, das sein Vermächtnis wurde, beschrieben: „Der energethische Imperativ – 100% jetzt – Wie der vollständige Umstieg auf erneuerbare Energien zu realisieren ist“. Angela Merkel, haben Sie jetzt den Mut zur solaren Moderne. Wenn wir eine Zukunft haben wollen ohne Treibhaus und ohne atomare Gefahren, ohne Kriege um Öl, sondern Frieden mit der Sonne, ohne Hunger und mit mehr Gerechtigkeit – Die Sonne scheint für Arme und für Reiche und sie schickt keine Rechnung – dann führt am Solarzeitalter kein Weg vorbei. Aber Erneuerbare Energien brauchen erneuerbare Regierungen. Machen Sie jetzt Politik nach dem Motto: Bürger – zur Sonne, zur Freiheit! Werden Sie Solarkanzlerin! Sonnige Grüße Ihr Franz Alt Quelle: © Dr. Franz und Bigi Alt / Sonnenseite.com :: Erneuerbare Energien stärken traditionelle Industriebranchen in Deutschland + 03.04.2011 + Erneuerbare Energien sind nicht Bremsklotz sondern Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Insbesondere traditionelle deutsche Industriebranchen wie Maschinen- und Anlagenbau oder Elektrotechnik profitieren von Aufträgen aus der Regenerativbranche. Während das durch Erneuerbare Energien generierte Bruttoinlandsprodukt stetig steigt, spielt der gesetzliche Beitrag für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) in der Kostenbetrachtung der meisten Branchen nur eine untergeordnete Rolle. Zudem senkt Strom aus Wind und Sonne nachweislich den Börsenstrompreis. Dadurch könnten stromintensive Unternehmen sogar stärker entlastet werden, als die EEG-Umlage sie belastet. Dies sind die inhaltlichen Schwerpunkte einer neuen Publikation der Agentur für Erneuerbare Energien, die den Einfluss von Energiekosten sowie des Ausbaus Erneuerbarer Energien (EE) auf den Industriestandort Deutschland untersucht. Aktuelle Berechnungen des DIW zeigen etwa, dass die deutsche Wirtschaft nicht nur vom Heimatmarkt für EE-Anlagen profitiert. Auch die steigende Exportquote für EE-Anlagen und -Komponenten sorgt in der deutschen Industrie für gut gefüllte Auftragsbücher. Die Energiekosten wie auch die EEG-Umlage haben im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland nur einen geringen Anteil am Bruttoproduktionswert (BPW), verglichen etwa mit Faktoren wie Material- und Personalkosten. Dennoch ist eine Belastung der Betriebe durch die gesetzliche EEG-Umlage durchaus messbar: Im Maschinenbau hatte diese im Jahr 2007 (= aktuellste verfügbare Datengrundlage des Statistischen Bundesamts) einen Anteil von höchstens 0,05 Prozent am BPW. In den energieintensivsten Branchen, etwa der Glas-, Keramik- oder Papierherstellung, betrug der Anteil der EEG-Umlage höchstens 0,3 Prozent am BPW. Hochgerechnet auf die EEG-Umlage für nicht-privilegierte Letztverbraucher im Jahr 2011 (3,53 Cent pro Kilowattstunde) ergäbe sich in diesen Branchen ein Höchstanteil von 1 Prozent am BPW. In den energieintensiven Branchen profitieren jedoch zugleich zahlreiche Unternehmen von einer stark ermäßigten EEG-Umlage. Diese sog. privilegierten Letztverbraucher müssen im Jahr 2011 statt 3,53 Cent pro Kilowattstunde (kWh) nur 0,05 bis 0,25 Cent bezahlen. Gleichzeitig senken die Erneuerbaren Energien dank ihrer niedrigen Grenzkosten den Börsenstrompreis. Für das Jahr 2010 kann aufgrund dieses Effekts von einem um 0,5 Cent günstigeren Kilowattstundenpreis am Spotmarkt ausgegangen werden. Dieser beeinflusst auch den Terminmarkt, an dem die Industrie einen Großteil ihres Strombedarfs abdeckt. Die Förderung der Erneuerbaren Energien stellt also eine vergleichsweise geringe Belastung für die deutsche Industrie dar, die durch günstigere Großhandelspreise für Strom in Einzelfällen sogar überkompensiert werden könnte. Dank der Aufträge aus der Regenerativbranche sind viele klassische Industriebetriebe besser durch die Wirtschaftskrise gekommen und partizipieren an einem wachsenden Weltmarkt. Quelle:Agentur für Erneuerbare Energien 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Erneuerbare+Energien+staerken+traditionelle+Industriebranchen+in+Deutschland,6,a18729.html :: Klimaerwärmung durch Kondensstreifen-Zirren + 02.04.2011 + Nach einer Studie des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) tragen Kondensstreifen weit mehr zum Klimawandel bei als bisher bekannt. Die Datenauswertung zeigt: Die Kondensstreifen-induzierte Bewölkung bildet die größte Komponente des gesamten Strahlungsantriebs des zivilen Luftverkehrs - damit trägt sie heute stärker zur Erderwärmung in einem Jahr bei als das gesamte bislang von der modernen Luftfahrt ausgestoßene Kohlendioxid im gleichen Zeitraum. Kondensstreifen bilden sich aus Wasserdampf in Verbindung mit den Rußpartikeln, die von Flugzeugen ausgestoßen werden. Nach kurzer Zeit entstehen Eiskristalle in der eisigen Atmosphäre. Aus diesen Kondensstreifen können sich später Zirruswolken entwickeln. Diese durch den Menschen verursachten Eiswolken sowie die Kondensstreifen werden zusammengefasst als "Kondensstreifen-Zirren" bezeichnet. Bislang gab es keine Informationen zu dieser Wolkenklasse. Globales Klimamodell Nun haben Wissenschaftler am DLR-Institut für Physik der Atmosphäre in Oberpfaffenhofen ein Computermodell entwickelt, dass den Zyklus dieser Wolkenklasse - von ihrer Entstehung bis zur Auflösung - auf globaler Ebene bestimmt. "Wir haben Kondensstreifen-Zirren in einem Klimamodell eingeführt und können nicht nur deren Klimawirkung, sondern auch die Reaktion der natürlichen Wolken auf diese neue Wolkenklasse erstmals bestimmen. Damit eröffnen wir uns die Möglichkeit zu ganz neuartiger Forschung", erklärt Dr. Ulrike Burkhardt vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. Das globale Klimamodell liefert insbesondere Daten zum Bedeckungsgrad, den optischen Eigenschaften und dem globalen Strahlungsantrieb der Kondensstreifen-Zirren. Diese Größen wurden von den DLR-Wissenschaftlern erstmals abgeschätzt und im "Nature Climate Change"-Journal veröffentlicht. Auswertung Der Beitrag des Luftverkehrs zur globalen Klimaveränderung wird anhand des Strahlungsantriebs bewertet - ein Maß für die Störung des Klimasystems. Kondensstreifen-Zirren verursachen netto einen Strahlungsantrieb von 31 Milliwatt pro Quadratmeter. Dieser Wert übertrifft knapp die Klimastörung des von Flugzeugtriebwerken ausgestoßenen Kohlendioxids. Der Strahlungsantrieb von Kondensstreifen alleine wird sogar um das Neunfache übertroffen. Die Kondensstreifen-induzierte Bewölkung (contrail-induced cloudiness, CIC) ist damit der größte Faktor beim Strahlungsantrieb des zivilen Flugverkehrs. In dem Ergebnis bereits berücksichtigt sind Wechselwirkung mit natürlichen Wolken. Denn die zusätzlich entstandenen Kondensstreifen-Zirren entziehen der Atmosphäre Feuchtigkeit, so dass die natürliche Bewölkung zurückgeht. Der direkt wärmende Strahlungsantrieb wird dabei um etwa 20 Prozent kompensiert. Anhand der neuen Berechnungsmethode können die DLR-Wissenschaftler den Einfluss der Kondensstreifen-Zirren auf das Klima umfassend bestimmen. (...) lesen Sie weiter unter: http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Klimaerwaermung+durch+Kondensstreifen-Zirren,6,a18726.html :: Erneuerbarer Energien: 17 Prozent Anteil an der Stromversorgung - 370.000 Beschäftigte in der Branche + 17.03.2011 + Beitrag erneuerbarer Energien zur Energieversorgung in Deutschland auch 2010 weiter gestiegen. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der deutschen Stromversorgung hat sich auch 2010 weiter erhöht. Mit rund 17 Prozent lag er etwa einen halben Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Dies sind vorläufige Ergebnisse der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) für das Bundesumweltministerium. Dieser Anstieg wurde trotz witterungsbedingter Einschränkungen erzielt. Da 2010 ein außerordentlich windschwaches Jahr war, erreichte der Windstrom-Ertrag mit 36,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2006. Dennoch war die Windenergie mit rund 6 Prozent Anteil an der gesamten Strombereitstellung wieder die wichtigste Säule bei den erneuerbaren Energien. Deutliche Steigerungen waren bei der Stromerzeugung aus Biogas sowie bei der Photovoltaik zu verzeichnen. Der Solarstrom konnte seinen Beitrag nahezu verdoppeln und rund 2 Prozent des gesamten Strombedarfs bereitstellen. Aktuelle Szenarien zeigen, dass die erneuerbaren Energien in zehn Jahren bereits 40 Prozent zur Stromversorgung beitragen können. Dabei wird eine Steigerung um 12 Terawattstunden (TWh) pro Jahr als realistisch angesehen (1 Terawattstunde = 1 Milliarde kWh). Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme stieg von 9,1 Prozent im Jahr 2009 auf knapp 10 Prozent im Jahr 2010. Ihr Anteil am Kraftstoffverbrauch erhöhte sich nach den Abschätzungen leicht auf 5,8 Prozent (2009: 5,5 Prozent). Insgesamt konnten die erneuerbaren Energien damit 2010 bereits etwa 11 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs an Strom, Wärme und Kraftstoffen decken. Dies liegt deutlich über dem Vorjahreswert (2009: 10,4 Prozent) und ist bemerkenswert, weil der Energieverbrauch aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs sowie der kalten Witterung deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Auch hinsichtlich ihres Klimaschutzbeitrags konnten die erneuerbaren Energien weiter zulegen. Sie sorgten 2010 dafür, dass rund 120 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden wurden (2009: 111 Millionen Tonnen). Allein durch die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) waren das rund 58 Millionen Tonnen. Die Zahlen belegen, dass die erneuerbaren Energien mit dem Aufschwung Schritt halten und den Trend eines kontinuierlich steigenden Anteils an unserer Energieversorgung fortsetzen konnten. Parallel hierzu stieg auch die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor. Erste Abschätzungen für das BMU zeigen, dass die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit rund 26 Milliarden Euro nochmals etwa ein Viertel höher lagen als im Vorjahr (2009: 20,7 Milliarden Euro). Die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbundene Beschäftigung spiegelt diese Entwicklung wider. Sie ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen und liegt nach aktuellen Abschätzungen inzwischen bei rund 370.000 Arbeitsplätzen. Gegenüber dem Vorjahr (rund 339.500 Beschäftigte) ist dies ein Plus von etwa 8 Prozent, seit 2004 (rund 160.500 Beschäftigte) deutlich mehr als eine Verdopplung. Quelle:Bundesumweltministerium 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Road+Map-+100v.h.+erneuerbar+bis+2050,6,a18566.html :: Wie wird ein Atomkraftwerke abgeschaltet? + 17.03.2011 + "Abgeschaltet" heißt nicht Gefahr gebannt. Tobias Riedl, Atom-Experte bei Greenpeace erklärt, warum es gar nicht so einfach ist, ein Atomkraftwerk abzuschalten. Atomkraftwerke können per Schnellabschaltung ausgeschaltet werden. Dabei werden die Kontrollstäbe innerhalb weniger Sekunden in den Reaktorkern eingebracht. Die Kettenreaktion kommt damit zum Stillstand, die für 93 Prozent der Wärmeproduktion des Reaktors verantwortlich ist. Die restlichen sieben Prozent der Wärmeproduktion dagegen können nicht abgeschaltet werden. Denn diese kommen durch den Zerfall der radioaktiven Stoffe im Reaktorkern zustande - und dieser Prozess kann nicht sofort gestoppt werden. Diese Zerfallswärme muss mittels Kühlung abgeführt werden, sonst droht eine Kernschmelze. Die Zerfallswärme nimmt nach dem Abschalten rasch ab: Nach einem Tag ist sie von sieben Prozent auf circa 0,6 Prozent der Reaktorleistung im Betrieb abgesunken, nach einem Monat auf circa 0,17 Prozent. Allerdings entsprechen 0,17 Prozent der Leistung bei einem großen Atomkraftwerk noch rund 7.000 Kilowatt. Das ist mehr als ausreichend, um den Kern ohne Kühlung doch zur Schmelze zu bringen. Was, wenn die Stromversorgung ausfällt? Wenn nun ein Atomkraftwerk, wie zum Beispiel das in Neckarwestheim abgeschaltet wird, müssen die Brennelemente innerhalb des Kraftwerks für mehrere Jahre weiter mit Wasser gekühlt werden. (....) Quelle:Greenpeace | Michelle Bayona 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Road+Map-+100v.h.+erneuerbar+bis+2050,6,a18566.html :: Road Map: 100% erneuerbar bis 2050 + 20.03.2011 + Die Agentur für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (A EE) ist überzeugt, dass es verschiedene gangbare Wege in eine 100% erneuerbare Energiezukunft ohne atomares Restrisiko gibt. Die künftige Versorgungssicherheit braucht ein optimales Zusammengehen von Produktion, Verbrauch und Netze und es braucht vor allem ein klares politisches Bekenntnis, das sechs Anforderungen umfasst: 1) Energieeffizienz ist der Hebel, um Wirtschafts-/Bevölkerungswachstum und Energieverbrauch zu entkoppeln und eine zuverlässige Energieversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien zu gewährleisten. Es braucht deshalb ein Energieeffizienzprogramm, das bspw. eine Stärkung der Wärme-Kraft-Koppelung genauso beinhaltet wie auch einen weiteren Ausbau der Energieef-fizienzdienstleistungen und die Implementierung intelligenter Netze und Zähler. 2) Förderliche Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Diese schliessen ausser einer zeitlich begrenzten finanziellen Förderung und einer definitiven Entdeckelung der bereits bestehenden Kostendeckenden Einspeisevergütung KEV die Schaffung eines liberalisierten Energiemarkts, die konsequente Förderung der Energieeffizienz und den raschen Ausbau des Anteils neuer erneuerbarer Energien am Energie-Mix ein. Dazu braucht es Rechts- und Planungssicherheit und eine Beschleunigung des Bewilligungsverfahrens für den Bau erneuerbarer Energieinfrastrukturen. 3) Wechsel von der nationalen zu einer europäischen Energieversorgung. Die A EE unterstützt die Forderung von Swisspower, den Schweizer Stadtwerken einen diskriminierungsfreien Zugang zum europäischen Strommarkt zu eröffnen sowie die erforderlichen Transportkapazitäten für die grenzüberschreitende Versorgung der Schweiz mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu schaffen. 4) Erneuerung der Netzinfrastruktur. Das Schweizer Übertragungsnetz ist überaltert und läuft an der Belastungsgrenze. Neue Technologien machen es leistungsfähiger, effizienter und flexibler. Der konsequente Ausbau des Übertragungsnetzes in der Schweiz ist eine Voraussetzung für die Integration erneuerbarer Energien in den Strom-Mix. 5) Nutzung der Pumpspeicherkraftwerke als saubere „Batterie“. Die Schweiz ist bereits heute eine wichtige Stromdrehscheibe. Wegen ihrer bevorzugten Lage im Herzen Europas kann sie künftig eine noch wichtigere Rolle einnehmen. Pumpspeicherkraftwerke dürfen in Zukunft aber einzig dazu eingesetzt werden, um die stochastisch anfallende Energieproduktion aus erneuerbaren Energien zu regulieren. 6) Stimulierung des Kapitalmarkts für erneuerbare Energien. Auf dem Kapitalmarkt sind Voraussetzungen zu schaffen, um die Finanzierung der erforderlichen Infrastrukturen auf viele Schultern zu verteilen. So muss auch neuen Investoren, wie z. B. Pensionskassen, ein Engagement in erneuerbaren Energieanlagen ermöglicht werden, um für heutige und künftige Generationen nicht nur angemessene Renditen zu erwirtschaften, sondern auch eine saubere und sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Quelle:A EE Agentur für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Road+Map-+100v.h.+erneuerbar+bis+2050,6,a18566.html :: Elektroautos: Preisentwicklung abhängig von Seltenen Erden + 04.03.2011 + Experte erwartet keine Quantensprünge bei Akkuleistung. Mit deutschem Strommix nicht klimafreundlich. Elektroautos gelten in Zeiten von Klimawandel und knapper werdendem Öl als Hoffnungsträger des Individualverkehrs. Seit Dezember 2010 sind in Deutschland mit dem Mitsubishi iMiEV, dem Peugeot iON und dem Citroën C-Zero die ersten Serienmodelle auf dem Markt. Dennoch erwarten Experten zunächst keine Klimaschutzeffekte, berichtet das aktuelle "Greenpeace Magazin". Die angepeilten Verkaufszahlen sind zu gering, die Preise zu hoch - und mit dem deutschen Strommix werden keine guten CO2-Werte erreicht. Die drei Firmen wollen zunächst jeweils nur rund eintausend Autos verkaufen. Der Autoexperte Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen spricht angesichts der geringen Stückzahlen von "homöpathischen Größenordnungen". Hauptabnehmer sind derzeit Firmen, Behörden und Dienstleister, die ihre Flotten -auch aus Gründen des Greenwashings - mit Elektroautos bestücken. "Für Firmen sind E-Autos eine gute PR", sagt Willi Diez im "Greenpeace Magazin". Als großer Vorteil der E-Autos wird ihre vermeintliche Klimafreundlichkeit betont. Mit dem derzeitigen deutschen Strommix verursachen iMiEV, E-Mini und E-Smart jedoch mehr als 92 Gramm CO2 pro Kilometer. Diesen Wert unterbieten moderne Spar-Diesel und Hybrid-Autos schon heute. "Elektroautos sind keine CO2-Sparer", sagt Greenpeace-Autoexperte Wolfgang Lohbeck. Nur mit zertifiziertem Ökostrom sind die Strom-Autos wirklich klimafreundlich. Werden sie zum Beispiel mit Windstrom betankt, liegt ihr CO2-Wert bei etwa 5 Gramm pro Kilometer. Preislich können Elektroautos mit normalen Autos nicht konkurrieren. "E-Autos sind noch unverhältnismäßig teuer", sagt Willi Diez. "Rein betriebswirtschaftlich lohnen sie sich nicht." Kostentreiber ist der Akku. Derzeit kostet eine Kilowattstunde Speicher etwa 800 Euro. "2020 erwarten wir Kosten von etwa 300 Euro pro Kilowattstunde", sagt Stefan Bratzel vom Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach im aktuellen "Greenpeace Magazin". Unsicherheitsfaktor ist China. Das Land plant, selbst Weltmarktführer bei E-Autos zu werden, und könnte sein Monopol auf Seltene Erden ausnutzen, eine Gruppe von Rohstoffen, die für Akkus und Elektromotoren benötigt werden. "Das machen die Chinesen schon heute", sagt Bratzel. "Hier handelt es sich ganz klar um einen Ressourcen-Kampf." Die Marktchancen der Elektroautos sind auch durch ihre begrenzte Reichweite limitiert. Viele Hersteller geben Fahrleistungen von 130 bis 150 Kilometern für eine Akkuladung an. "In der Realität sind die Reichweiten deutlich geringer", sagt Autoexperte Willi Diez. Sie lägen je nach Fahrweise und Witterung bei 80 bis 100 Kilometern. Viel weiter werden auch zukünftige E-Autos nicht kommen: "Bezahlbare Akkus mit 500 Kilometern Reichweite wird es nicht geben", sagt Werner Tillmetz vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im aktuellen "Greenpeace Magazin". "Das rein elektrische Fahrzeug ist ein Stadtfahrzeug." Auch die Lebensdauer der Akkus ist unbekannt. "Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Akku in einem heutigen Elektroauto nicht zehn Jahre überdauern", sagt Autoexperte Willi Diez. Quelle:Greenpeace Magazin 2011 na.presseportal.de 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Elektroautos-+Preisentwicklung+abhaengig+von+Seltenen+Erden,6,a18429.html :: USA veröffentlicht Umfassende Strategie für die Offshore-Windenergie + 28.02.2011 + Anfang Februar haben die USA eine Strategie für die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die erste behördenübergreifende Strategie, an der sowohl das Energieministerium (DOE) sowie das Innenministerium (DOI) beteiligt waren. Beobachter werten dies als Zeichen für eine zukünftig verstärkte Zusammenarbeit beider Ministerien in diesem Feld. Bestehende Programme und Initiativen, wie die „Smart from the Start Initiative“ des DOI, sollen so erweitert werden. Die nun veröffentlichte „National Offshore Wind Strategy: Creating an Offshore Wind Industry in the US“ soll den Einsatz von Offshore-Windenergie deutlich beschleunigen. Bis 2030 sollen 54 GW an installierter Leistung erreicht werden - als ein Zwischenziel wurden zehn GW bis 2020 festgelegt. Anfang Januar diesen Jahres wurde der Projektantrag für Amerikas erste Offshore-Windfarm, Cape Wind, genehmigt. In der Meerenge von Nantucket vor der Küste des Bundesstaates Massachusetts sollen 130 Turbinen gebaut werden, die insgesamt 468 MW generieren sollen. Quelle:Exportinitiative Erneuerbare Energien 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,USA+veroeffentlicht+Umfassende+Strategie+fuer+die+Offshore-Windenergie,6,a18381.html :: VCD: E10 bringt vor allem Sonderprofite für Ölkonzerne + 28.02.2011 + An immer mehr Tankstellen wird derzeit Kraftstoff mit einem Ethanolanteil von bis zu zehn Prozent − das sogenannte E10 − eingeführt. Nach Vorgaben der EU müssen alle Mitgliedsstaaten bis 2020 zehn Prozent des Energiebedarfs im Verkehrsbereich aus erneuerbaren Energien decken und dies in nationalen Aktionsplänen festschreiben. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert in diesem Zusammenhang, dass statt der Umwelt die Ölkonzerne profitieren würden; die Zeche zahlten die Autofahrer. Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: „Agrokraftstoffe sind nicht per se klimaschonend. Autos stoßen damit zwar nur die Menge CO2 aus, die die Pflanzen zuvor gebunden haben, zusätzliche Emissionen entstehen aber durch den Anbau und insbesondere durch die indirekte Landnutzungsänderung. Dabei werden Energiepflanzen auf Flächen angebaut, die bisher dem Anbau von Futter- und Lebensmitteln dienen. Zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion werden dann andere Gebiete in Agrarland umgewandelt − darunter sensible Ökosysteme. Eine aktuelle Studie im Auftrag eines breiten Bündnisses von europäischen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, dem mit T&E auch der europäische Dachverband des VCD angehört, belegt ganz klar: Die meisten Agrokraftstoffe haben unter Einbeziehung der indirekten Landnutzungsänderungen sogar eine deutlich schlechtere Klimabilanz als der herkömmlichen fossile Sprit, den sie ersetzen sollen.” Hierzulande würden aktuell die Pachtpreise für Ackerland steigen, weil zunehmend Fläche für Biomasse nachgefragt werde. Wenn Tierzuchtbetriebe nicht mehr mithalten könnten und zukünftig billiges Futtermittel auf dem Weltmarkt kauften, seien die ökologischen und sozialen Folgen globalisiert. Biomasse dürfe daher nur dann als Energieträger eingesetzt werden, wenn sie sozial und ökologisch nachhaltig produziert werde, so der VCD. Doch nicht nur ökologisch sei die Einführung von E10 fragwürdig. Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die Bundesregierung hat sich von der Mineralölindustrie über den Tisch ziehen lassen: Die Konzerne hatten zugesagt, sogar über das von der EU als Mindestzeitraum vorgeschriebene Jahr 2013 hinaus Kraftstoff mit einem Ethanolanteil von fünf Prozent anzubieten. Was sie dabei nicht erwähnten: Sie haben sich dafür den teuren Super-Plus-Kraftstoff mit erhöhter Oktanzahl ausgesucht. Erst jetzt, da der neue E10-Sprit an den Tankstellen Einzug hält, wird die Katze aus dem Sack gelassen. Diejenigen Autofahrer, die kein E10 tanken können, weil ihre Fahrzeuge dafür nicht freigegeben sind, müssen auf Super Plus zurückgreifen, die Ölkonzerne freuen sich über satte Extraprofite, und die Bundesregierung steht übertölpelt daneben.” Die Einführung von E10 sei schon seit Jahren bekannt gewesen, dennoch hätten einige Autohersteller noch Modelle auf den Markt gebracht, die nicht E10-tauglich seien. Zudem hätten die Autobauer bei älteren Modellen schlecht dokumentiert, welche Materialien verbaut worden seien. Aufgrund der mangelhaften Dokumentation seien teilweise ältere Fahrzeuge pauschal als ungeeignet für E10 eingestuft worden. Autofahrern rät der VCD, sich anhand der DAT-Listen zu informieren, ob ihr Auto für E10 freigegeben sei. Wer keine Freigabe habe, solle den neuen Sprit sicherheitshalber nicht tanken. Die entsprechenden Listen müssten zudem in allen Tankstellen aushängen oder -liegen, um den Mitarbeitern sowie den Fahrern selbst die Möglichkeit zu geben, im Zweifelsfall nachzuschauen und Fehlbetankungen zu vermeiden. Die vollständige Studie des Institute for European Environmental Policy (IEEP) "Anticipated Indirect Land Use Change Associated with Expanded Use of Biofuels in the EU: An Analysis of Member State Performance" kann im englischen Original auf der Internetseite www.ieep.eu heruntergeladen werden. Den VCD-Faktencheck zu E10 gibt es unter www.vcd.org/faktencheck-e10.html Quelle:Verkehrsclub Deutschland (VCD) 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,VCD-+E10+bringt+vor+allem+Sonderprofite+fuer+Oelkonzerne,6,a18396.html :: Greenpeace: Acht Atommeiler ohne Sicherung + 28.02.2011 + Sicherheitsmängel: Notwendige Nachrüstungen wurden verschleppt. Heftige Kritik äußert die Umweltschutz-Organisation Greenpeace an der Atomaufsicht in Baden-Württemberg. Sie wirft der Behörde vor, notwendige Sicherheitsnachrüstungen wohlwissentlich versäumt zu haben. "In Deutschland gibt es acht Kraftwerke, die Sicherheitsmängel haben", sagt Greenpeace-Atomexperte Tobias Riedl in einem Interview. Am heutigen Montag sind Aktivisten der Organisation auf den Kühlturm des Atomkraftwerks in Neckarwestheim geklettert. "Atomkraft schadet dem Ländle", steht auf einem Riesentransparent. Der Reaktor Neckarwestheim 1 hat im Januar eine Laufzeitverlängerung von acht Jahren erhalten. EnBW, der Betreiber des Atomkraftwerkes (AKW) habe bei der Regierung Sicherheitsrüstungen beantragt, was die Baden-Württembergische Umweltministerin Tanja Gönner ignoriert habe. "Notwendige Sicherheitsnachrüstungen wurden verschleppt und entsprechende Anträge verheimlicht", kritisiert Riedl. Die Aktivisten von Greenpeace hatten einen anonymen Hinweis bekommen. Schreiben von EnBW wurde ignoriert Letzte Woche hat Greenpeace das Schreiben von EnBW an das Landesumweltministerium Baden-Württemberg veröffentlicht. In diesem Dokument stellte der Betreiber schon vor drei Jahren einen Antrag auf den Vollzug verschiedener Sicherheitsnachrüstungen für das AKW. "Man sieht ja auf den Straßen kein Auto mehr mit dem Baujahr 1975, aber AKWs werden auch mit ihren Verschleißerscheinungen weiterbetrieben", sagt Riedl. Man habe den Eindruck, dass die Kehrwoche in Baden-Württemberg schärfer kontrolliert wird als die Sicherheit von Atomkraftwerken. Acht AKWs mit Altersverschleiß "Der Meiler in Neckarwestheim ist der zweitälteste Deutschlands und gilt als besonders unsicher, da er bauartbedingt erhebliche Sicherheitsmängel aufweist", heißt es bei Greenpeace weiter. So sei er etwa wegen seiner nur wenige Zentimeter dünnen Reaktorhülle nicht ausreichend gegen einen Flugzeugabsturz geschützt. "Wir wollen das Bewusstsein fördern, dass dieses AKW ein echtes Sicherheitsrisiko darstellen. Es steht aber auch stellvertretend für acht Kraftwerke, die unter der schwarz-grünen Regierung eine Laufzeitverlängerung bekommen haben", sagt Riedl. Die AKWs sind namentlich Biblis A, Biblis B, Neckarwestheim 1 und Unterweser sowie die Siedewasserreaktoren Brunsbüttel, Krümmel, Philippsburg 1 und Isar 1. Quelle:pressetext.redaktion 2011
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http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Greenpeace-+Acht+Atommeiler+ohne+Sicherung,6,a18401.html Stadtwerke sind wichtige Gestalter der Energiewende + 27.02.2011 + Die Energie-Kommune des Monats, Schwäbisch Hall, setzt auf ein Verbundnetz aus Biogasleitungen und Nahwärme. Die baden-württembergische Stadt Schwäbisch Hall ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Februar 2011 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor. Mit dem Bau der Biogasanlage vor den Toren der Stadt und einer acht Kilometer langen reinen Biogasleitung hat Schwäbisch Hall weitere Schritte in Richtung einer energetischen Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien getan. Um nicht nur den Strom, sondern auch die entstehende Abwärme effizient nutzen zu können, steht das eigentliche Kraftwerk in der Stadt. Das sorgt für kurze Wege zum Verbraucher. „Insbesondere Blockheizkraftwerke haben das Potenzial, die immer noch zentral geprägten Kraftwerksstrukturen kurzfristig und nachhaltig abzulösen“, so Steffen Hofmann, Abteilungsleiter im Bereich Kraftwerke und Contracting. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall setzen schon seit vielen Jahren auf Erneuerbare, wenn es um die Frage der Energieversorgung geht. Steffen Hoffmann sieht diese Strategie als Erfolgsrezept: „Die Basis für Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und Preissicherheit ist eine dezentrale Versorgungsstruktur. Entscheidend ist, dass vor allem die Bandbreite regenerativer Energieträger zunimmt und damit mögliche Preissteigerungen insbesondere von fossilen Energieträgern aufgefangen werden können.“ ... Szenarien für den Ausbau erneuerbarer Energien + 27.02.2011 + Bundesumweltministerium veröffentlicht Entwurf der Leitstudie 2010. Der von vielen Interessierten erwartete Entwurf der "Leitstudie 2010" steht zum Download bereit. Auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zeigt die Studie "Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und Global". Die Studie führt erstmals eine vollständige dynamische Simulation der Stromversorgung durch und beschreibt die technisch-ökonomischen Wirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien. Die Arbeiten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und dem Ingenieurbüro für neue Energien (IfNE) zeigen unter anderem Szenarien zur Entwicklung der Elektromobilität, zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und zur Begrenzung der Biomassenutzung auf die ökologisch verträglichen, heimischen Potenziale. Außerdem betrachtet die Studie Möglichkeiten eines chemischen Energiespeichers in Form von erneuerbarem Wasserstoff oder Methan. Ein solcher Speicher ist für die Versorgungssicherheit bei hohen Anteilen aus fluktuierendem Wind- und Solarstrom erforderlich. Auch ein Szenario mit einer zu 100% auf erneuerbaren Energien basierenden Stromversorgung im Jahre 2050 wird betrachtet. Im Vergleich zu den Nutzungskosten fossiler Energien sind durch den bisherigen Ausbau der Erneuerbaren bis einschließlich 2010 aufgrund der Investitionen bisher 71 Milliarden Euro an Mehrkosten aufgelaufen. Die positiven volkswirtschaftlichen Effekte des Ausbaus der erneuerbaren Energien zeigen sich vollständig ab 2025. Bis zur Jahrhundertmitte kalkuliert die Studie, dass die Volkswirtschaft 670 Mrd. Euro einspart gegenüber der Weiterführung einer fossilen Energieversorgung. Leitstudie als vorläufige Ausgabe Der seit wenigen Tagen verfügbare Entwurf der neuen Leitstudie.... EEG: Bundesministerin Aigner für Anpassung der Biogas-Förderung Von: bmelv.de Die Auswirkungen der Biogasproduktion auf die Umwelt und eine damit verbundene vernünftige Neuregelung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) stehen im Mittelpunkt einer Experten-Konferenz des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). "Die derzeitigen Förderbedingungen führen regional zu einem vermehrten Mais-Anbau für die Energie- Erzeugung. Mit Blick auf die dadurch wachsenden Konflikte müssen wir nachsteuern", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zum Auftakt der Veranstaltung am Donnerstag in Berlin. Insbesondere in Gebieten mit starker Viehhaltung wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Bayern sei ein deutlicher Anstieg der Maisnutzung für energetische Zwecke zu beobachten, so Aigner. "In manchen Regionen steuert die Landwirtschaft mittlerweile auf Probleme zu, weil es eine wachsende Konkurrenz zwischen Nahrungsmittel- und Energierohstoff-Produktion gibt. Die bestehende Förderung führt zu einer Verschiebung zugunsten der Biogasproduktion, darunter leidet in einigen Regionen auch das Landschaftsbild", sagte die Ministerin. Zudem lasse die weltweit wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Energie die Pachtpreise vielerorts steigen. "Wir müssen vermeiden, dass die Preisspirale durch die Förderung im EEG weiter angetrieben wird. Wir werden das EEG deshalb überprüfen und dann nachsteuern", erklärte Aigner. Die Nutzung von Biomasse sei zur Umsetzung des Energiekonzepts der Bundesregierung von hoher Bedeutung. "Um die Ziele zu erreichen, sind intelligente Lösungen erforderlich." Deutschlandweit hat sich der Anteil an Energiemais zwischen den Jahren 2008 und 2009 um 21 Prozent erhöht. Zwischen 2009 und 2010 stieg der Anteil um weitere 40 Prozent. Im vergangenen Jahr (2010) betrug die Energiemais-Anbaufläche in Deutschland rund 530.000 Hektar. Da die Maisanbaufläche insgesamt in Deutschland kaum gestiegen ist, hat es innerhalb der Verwendung Verschiebungen gegeben - hin zu weniger Futtermais und mehr Energiemais. An viehdichten Standorten treibt dieser Trend die Pachtpreise in die Höhe. So hat eine Studie der Universität Göttingen Pachtpreise für Ackerland bei Betrieben mit und ohne Biogas im Land Niedersachen verglichen. Dabei lagen die Unterschiede je nach Region zwischen 30 Euro und 177 Euro. Damit liegt der durchschnittliche Anstieg der Pachtpreise in Veredlungsregionen signifikant höher als in anderen Regionen. Mais-Monokulturen in Deutschland seien zudem nachteilig für die Artenvielfalt, sagte Aigner. Die Bundesministerin kündigte eine Überprüfung und Anpassung der Vergütungsregelung im EEG an: "Diesen deutlichen Fehlentwicklungen aufgrund der Vergütungsstruktur für Strom aus Biomasse wird die Bundesregierung im Rahmen der bevorstehenden EEG-Novellierung entgegenwirken." Wie eine Neuregelung aussehen könnte, darüber diskutieren rund 240 Experten und Branchenvertreter auf der Konferenz des BMELV. Dabei sollen sowohl die Praxistauglichkeit einzelner Regelungen des EEG auf den Prüfstand gestellt werden. Thematisiert werden auch die Verminderung von Flächennutzungskonkurrenzen durch vermehrte Reststoff-Verwertung und die Effizienz der Biogasproduktion durch Kraft-Wärme-Kopplung. Die Ergebnisse sollen in die Gespräche über die EEG-Novellierung einfließen. Grundlage der Überarbeitung durch den Gesetzgeber wird der Erfahrungsbericht der Bundesregierung sein, der voraussichtlich im Mai dieses Jahres vom Kabinett verabschiedet wird. Bereits am 2. Februar 2011 hatte das Bundeskabinett die Absicht erklärt, Maßnahmen zur Kostendämpfung bei der Förderung erneuerbarer Energien zu treffen und die Biogas-Förderung neu zu regeln. Betreiber von Neuanlagen, die Biomasse nach dem EEG verstromen, müssen sich demnach ab 2012 auf eine Anpassung der Vergütungsregelungen einstellen. Gleichzeitig soll der positive Beitrag der Biomasse für den Ausbau der klimaschonenden Energieerzeugung in Deutschland auch in Zukunft berücksichtigt werden. Informationen zur Konferenz im Internet unter www.fnr.de/eeg2011. Quelle: BMELV Neuer Härtetest von Photovoltaikmodulen bringt Transparenz für Käufer + 08.02.2011 + Module, die die versprochenen 20 Jahre Lebensdauer nicht erreichen, sind der Alptraum eines jeden Kunden und auch Installateurs. Die Fachleute von TÜV Rheinland haben gemeinsam mit der Berliner Solarpraxis AG einen neuen Vergleichstest für Photovoltaik-Module zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie gestartet: „PV+Test“ soll künftig Antwort auf die Frage nach dem „guten“ Solarmodul geben, das auch nach zwanzig Jahren noch die Leistung bringt, die in der Renditerechnung veranschlagt ist. Gestartet ist PV+Test jetzt mit acht Modultypen in der Prüfung. Das neue Prüfsystem ist offen für alle Hersteller und wird ständig erweitert. „Dadurch entsteht dank der unabhängigen und umfassenden Prüfung von TÜV Rheinland Schritt für Schritt eine verlässliche, genau vergleichbare Übersicht der qualitativ hochwertigen Solarmodule am Markt“, so Dr. Michael Fuhs, Chefredakteur der Fachzeitschrift „photovoltaik“, die die Testergebnisse regelmäßig veröffentlicht. Da PV+Test auch über den deutschen Markt hinaus Wirkung entfalten wird, werden die Ergebnisse zusätzlich in der internationalen Zeitschrift pv-magazine veröffentlicht, die ebenfalls von der Solarpraxis AG herausgegeben wird. Gekauft werden die Module anonym im normalen Handel und anschließend einer mehrmonatigen Prüfung im Testlabor von TÜV Rheinland in Köln unterzogen. Wilhelm Vaaßen, Geschäftsfeldleiter Regenerative Energien und Solarexperte von TÜV Rheinland: „Wesentliche Aspekte im Test sind die Leistungsfähigkeit, Alterungsbeständigkeit, elektrische Sicherheit, Verarbeitung, Dokumentation und Installationsanleitung sowie Montagefreundlichkeit und Gewährleistung.“ Die Alterungsbeständigkeit der Module wird beispielsweise in Klimakammern mit 85 Prozent Luftfeuchtigkeit bei 85 Grad Celsius geprüft: 1.500 Stunden werden die Module unter diesen Bedingungen getestet – internationale Normen schreiben lediglich 1.000 Stunden vor. Auch ein Temperaturwechseltest über knapp 40 Tage ist Pflicht: Dabei wird die Temperatur in 200 Zyklen zwischen 85 Grad Celsius und -40 Grad Celsius variiert, eine extreme Anforderung an Qualität und Verarbeitung der Module. Hinzu kommen unter anderem ein mechanischer Belastungstest (bis maximal 540 Kilogramm pro Quadratmeter), der beispielsweise extreme Schneelasten simuliert, sowie Prüfungen zur elektrischen Sicherheit. Schäden an den Modulen werden unter anderem dank verschiedener Isolationstests auch unter Bewässerung sowie durch Einsatz der Elektrolumineszenz aufgedeckt – einer Methode, die im Ergebnis vergleichbar mit Röntgenbildern genau zeigt, wo kleinste Schäden in den Solarzellen aufgetreten sind oder einzelne Zellen nicht mehr die Leistung bringen, die sie sollten. Besonders wichtig sind die ständigen Leistungsmessungen, die vor den Prüfungen sowie nach den jeweiligen Testphasen durchgeführt werden. So beginnt PV+Test mit der genauen Kontrolle der vom Hersteller angegebenen Nennleistung. „Dass diese Leistung auch vorhanden ist, ist nicht selbstverständlich“, so Vaaßen. Die erbrachte Leistung – eben auch noch nach Jahrzehnten – ist jedoch entscheidend für die Rendite. Auch weitere praktische Aspekte werden bei PV+Test einbezogen: Wichtig für Installateure ist beispielsweise eine Anforderung, bei der die Schärfe der Modulkanten überprüft wird. Diese bergen regelmäßig Verletzungsgefahren. ....... http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+ News,Neuer +Haertetest+von+Photovoltaikmodulen+ bringt+Transparenz+fuer +Kaeufer,6,a18211.html
:: Einspeisevorrang für Solarstrom gekappt + 10.02.2011 + Nachdem die Solarstromvergütung gekappt ist, geht die Bundesregierung nun auch gegen den Einspeisevorrang für Photovoltaik-Anlagen vor. Vom 1. Januar 2012 sollen Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung über 100 Kilowatt in das Einspeisemanagement einbezogen werden und damit bei hoher Leistung abgeregelt werden können. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), auf dessen Initiative das Bundeskabinett die Regelung in der vergangenen Woche beschloss, begründete dies mit "drohenden Netzausfällen" bei sonnigem Wetter: "Das würde nicht nur für die Volkswirtschaft einen erheblichen Schaden bedeuten, sondern auch für die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien." Brüderle hatte sich bereits in der Diskussion um das Energiekonzept der Bundesregierung gegen den Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien eingesetzt. Diese müssten "selbst Systemverantwortung übernehmen", sagte der Bundeswirtschaftsminister damals .... http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Einspeisevorrang+fuer +Solarstrom+gekappt,6,a18235.html Pressemitteilung vom 09.02.2011Strompreise: Anstieg künftig kaum durch den Ausbau erneuerbarer Energien getrieben Ohne den Ausbau erneuerbarer Energien würde der Börsenpreis künftig deutlich stärker steigen. Zugleich sind als Folge der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien bis 2020 nur noch geringe Strompreiserhöhungen für Haushalte zu erwarten. Dies ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten Studie des DIW Berlin. Nach einer Modellrechnung des DIW Berlin wird sich der Preis an der Strombörse von 2010 bis 2020 inflationsbereinigt nur um 11 Prozent auf 4,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) erhöhen - trotz steigender Preise für Brennstoffe und CO2-Zertifikate. Ohne den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien wäre hingegen ein deutlich stärkerer Anstieg um 20 Prozent zu erwarten. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird sich bis 2020 mehr als verdoppeln. Die EEG-Umlage als Teil des Verbraucherpreises wird dann jedoch mit 3,64 Cent pro Kilowattstunde nur wenig höher sein als heute.
Hauptgrund ist das Absenken der Einspeisevergütung für neue Anlagen durch die sogenannte Degression. Da zudem für jede Anlage feste Beträge als Einspeisevergütung gezahlt werden, sinkt ihr realer Wert aufgrund der Teuerung. Die Modellrechnung des DIW Berlin geht außerdem davon aus, dass wirksame Maßnahmen gegen die derzeitige Überhitzung bei Solarstrom ergriffen werden. Des Weiteren wird vorausgesetzt, dass sich der privilegierte Verbrauch stromintensiver Unternehmen nicht weiter erhöht und dass es zu keinen wesentlichen Belastungen durch das sogenannte Grünstromprivileg für bestimmte Stromhändler kommt.
Aus Sicht der DIW-Experten sollte die Förderung nach dem EEG auf jeden Fall beibehalten werden, wenn auch die Vergütungssätze insbesondere für PV-Anlagen noch deutlich vermindert werden können. Langfristig muss sich die Einspeisung jedoch stärker an den Bedarf der Verbraucher anpassen.
Für die weitere Entwicklung erneuerbarer Energien ist es zudem wichtig, dass Stromnetze und Energiespeicher ausgebaut werden. Die Auswirkungen auf die Stromverbraucher sind insgesamt stark von den Marktbedingungen abhängig. "Die Strompreissteigerung kann deutlich vermindert werden, wenn der Wettbewerb funktioniert und somit die geringeren Börsenpreise auch an die Verbraucher weitergegeben werden", so die Ko-Autorin Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung EVU am DIW. Hintergrund: Das EEG und der Strompreis Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne oder Biomasse ist bislang noch deutlich teurer als die Erzeugung aus Kohle oder Atomkraft. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) stellt daher sicher, dass die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien mit festen Sätzen vergütet wird. Zur Finanzierung zahlen Stromverbraucher eine Umlage. Sie macht derzeit rund ein Sechstel des Strompreises für Haushaltskunden aus. LinksStrompreise: künftig nur noch geringe Erhöhung durch erneuerbare Energien. | PDF, 250.08 KB Thure Traber, Claudia Kemfert, Jochen Diekmann in: Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 6/2011 24.01.2011 Röttgen: Landwirtschaft wichtig für Klimaschutz  Tagung des Bundesumweltministeriums zu "KlimaWandel in der Landwirtschaft" am Eröffnungstag der Grünen Woche Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat die besondere Bedeutung der Landwirtschaft für den Klimaschutz betont "Ohne den Beitrag der Landwirtschaft werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen. Ohne die Landwirtschaft gibt es keinen nachhaltigen Umweltschutz. Deutschland war hier immer ein Vorbild. Das muss es auch in Zukunft sein", sagte Röttgen zur Eröffnung der Tagung "KlimaWandel in der Landwirtschaft" vor hochrangigen Experten aus Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft sowie aus Umwelt- und Naturschutz. Ein Wandel der Landwirtschaft sei auch im besonderen Interesse der Branche selbst, denn sie sei von den negativen Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen. Sie müsse ökologischer und nachhaltiger produzieren und ihren Ausstoß an Treibhausgasen deutlich reduzieren. Quelle dieser Emissionen sind in Deutschland neben der Stickstoffdüngung die landwirtschaftliche Moornutzung sowie die Umwandlung von Grünland in Ackerland. Ein echter Fortschritt sei aber nur auf europäischer Ebene zu erreichen. "Seit Jahrzehnten wird die Landwirtschaft durch die gemeinsame Agrarpolitik geprägt und bestimmt. Nur auf europäischer Ebene können wir sie verändern. Nur auf europäischer Ebene können wir Vorbild für andere sein", so Röttgen. Die Chancen seien dafür günstig, denn zurzeit würden die Weichen für die Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik für die Zeit nach dem Jahr 2013 gestellt. Die Debatte um die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU sei in vollem Gange. Sie müsse genutzt werden, um die europäische Landwirtschaft ökologischer und nachhaltiger zu machen, betonte Röttgen. "Wir haben jetzt die Chance, die wichtigen gesellschaftlichen Anliegen sowohl einer sicheren Nahrungsmittelversorgung als auch der Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sinnvoll und effektiv zu verbinden. Deshalb ist es richtig, den Klima-, Gewässer-, Natur- und Bodenschutz tärker ins Zentrum des Aufgabenspektrums der Gemeinsamen Agrarpolitik zu rücken. Neben dem gewünschten volkswirtschaftlichen Nutzen wird damit auch die Bewirtschaftungsgrundlage der Landwirtschaft erhalten. Dabei muss allerdings klar sein, dass es nicht zu weiterem bürokratischem Aufwand ohne wirklichen ökologischen Nutzen kommen darf", so der Bundesumweltminister. Quelle: [Pressemitteilung des BMU, Nr. 009/11 vom 20.01.2011] Klimasteuer auf Fleisch und Milch gefordert + 27.01.2011 + Forscher: Sieben Prozent weniger Treibhausgase möglich. Für jede Tonne CO2, die bei der Herstellung von Fleisch und Milch an die Atmosphäre freigesetzt wird, sollen Konsumenten künftig 60 Euro Klimasteuer zahlen. Das fordern Ökonomen der Universität Göteborg in der Zeitschrift "Climate Change". Die Maßnahme könnte die Treibhausgas-Ausstöße der europäischen Landwirtschaft um sieben Prozent senken, rechnen die schwedischen Forscher vor. Henderl und Bohnen statt Rind Die Produktion von Nahrungsmitteln verursacht weltweit bis zu einem Viertel der Treibhausgas-Emissionen. Änderungen der Ernährungsgewohnheiten haben deshalb große Auswirkungen auf das Klima. Würde Europa etwa Rindfleisch durch Hühnerfleisch ersetzen, so verursacht das 90 Prozent weniger Emissionen, bei Bohnen sogar 99 Prozent. Zurückhaltung bei Fleisch, Milch würde jedoch auch zusätzliche Landflächen freimachen, die für Biotreibstoffe genützt werden könnten. Zur Umsetzung schlagen die Forscher um Kristina Mohlin die Besteuerung tierischer Produkte in der Höhe von 60 Euro pro Tonne CO2-Äquivalente vor. Am meisten betroffen davon würde Rindfleisch sein, da das Methan im Kuhmagen besonders viele Emissionen verursacht. Durch eine derartige Steuer würde der Rindfleischkonsum laut Berechnungen um 15 Prozent sinken. Auch die UN-Ernährungsorganisation FAO glaubt mittlerweile, dass Rindfleisch künftig erheblich teurer wird. Sie bezeichnet es sogar als "Kaviar der Zukunft" (Rindfleisch ist der Kaviar der Zukunft). ...http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Klimasteuer+auf+Fleisch +und+Milch+gefordert,6,a18086.html Quelle:pressetext.redaktion 2010
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Renditemaximierung im Schatten der Erneuerbaren: Wie Stromkonzerne die Verbraucher hinters Licht führen Seit Jahren begründen die Stromversorger Preissteigerungen mit dem Ausbau der Erneuerbaren. In Wahrheit wurden im Windschatten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und auf Kosten der Verbraucher nur die Profite maximiert. Kommentar von Thomas Seltmann Vergleicht man die Strompreissteigerungen für Endverbraucher mit der Entwicklung der EEG-Kosten (Diagramm), ist kein Zusammenhang erkennbar. Während von 2000 bis 2009 die Strompreise um fast 9 Cent erhöht wurden, stieg der EEG-Anteil daran nur um einen einzigen Cent. Und selbst die für 2010 und 2011 absehbaren Preiserhöhungen gehen weit über den EEG-Aufschlag hinaus. Dieser EEG-Aufschlag macht auch deshalb von 2010 auf 2011 einen etwas größeren Sprung, weil die Einspeisung von erneuerbarem Strom im Vorjahr unterschätzt worden war und deshalb die außerplanmäßig höheren Vergütungssummen des Jahres 2010 durch eine höhere Umlage für 2011 wieder ausgeglichen werden müssen. Nachdem die Energiewirtschaft früher die Erneuerbaren mit dem angeblich mangelnden Potenzial zu diskreditieren versuchte, gelang es ihr in den letzten Jahren, die Erneuerbaren als Preistreiber darzustellen. Trotzdem verwundert es, wie professionelle Medien unisono nur die halbe Wahrheit verbreiten. Alle berichteten am 15. Oktober von der Erhöhung der EEG-Umlage für 2011 um 1,5 auf über 3,5 Cent pro Kilowattstunde, die der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, verkündete. Jedoch kaum erwähnt blieb dabei seine Strompreiskritik: „Verbraucher sollten nicht in vollem Umfang mit der erhöhten EEG-Umlage belastet werden. Die zunehmende Menge an erneuerbarer Energie bewirkt sinkende Großhandelspreise, weil sukzessive teure Kraftwerke aus dem Markt gedrängt werden,“ schreibt Kurth in der Pressemitteilung und folgert: „Nach unseren Berechnungen müsste der Beschaffungskostenanteil bei den Haushaltskunden 2011 durchschnittlich um etwa einen halben Cent pro Kilowattstunde sinken.“ Und legt gegenüber der „Welt“ nach: „Ich denke, einige Anbieter missbrauchen auch dieses Argument der Erneuerbaren-Umlage, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu machen". .... bitte lesen Sie weiter unter http://www.sonnenseite.com/Erneuerbare+ Energien,Renditemaximierung+im+Schatten+der+Erneuerbaren-+ Wie+Stromkonzerne+die+Verbraucher+hinters +Licht+fuehren,5,a18071.html OLEC: Heiße Diskussion um EEG-Novelle Jürgen Trittin (Mitte) nahm die Einladung vom OLEC-Vorsitzenden Roland Hentschel (rechts) gerne an und diskutierte mit Firmenvertretern wie Ralf Wöstmann von der Rederei Beluga Shipping (links) über die bundesdeutsche Energiepolitik. Foto: Torsten Thomas Am 14. Januar trafen sich Vertreter des Oldenburger Energie Cluster (OLEC) und Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter von Bündnis/Die Grünen, zu einem Austausch. Es ging vor allem um die Zukunft des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG). Dieses befindet sich zurzeit in der Novellierungsphase und wird Anfang kommenden Jahres in einer neuen Fassung gelten. Branchenvertreter aus den erneuerbaren Energien fürchten, dass sie erneut Federn lassen müssen und die Vergütungen von Sonne Wind und Co. sinken könnten oder das Gesetz gar ausgehebelt wird. Durch die Anhebung der EEG-Umlage für Endverbraucher auf 3,53 Cent je Kilowattstunde in diesem Jahr hatten zahlreiche Energieversorger die Strompreise erhöht. Die Branche wehrt sich, als Preistreiber für steigende Energiekosten herhalten zu müssen. Im 50 Mitglieder zählenden OLEC selbst sind eine ganze Reihe von Unternehmen, die ihr Geld mit regenerativen Energien verdienen. „Es sind überwiegend mittelständische Unternehmen, die für ihre Ausrichtung wissen müssen, wie sich die Politik verhalten und in welche Richtung das Gesetz verändert wird“, unterstrich Ubbo de Witt, zweiter Vorsitzender des Netzwerkes. Treffen könnte es nicht nur erneut die Photovoltaik und die wegen des Maisanbaus in die Kritik geratene Bioenergie, sondern auch die Windkraft. Diese steuert bisher den Löwenanteil vom Ökostrom bei und steht in Konkurrenz zur Kohlekraft und den Atomkraftwerken, deren Laufzeiten verlängert wurden. „Es gibt klare Anzeichen, dass die Bundesregierung die bisher geltenden vorrangige Einspeisung für Ökostrom in die Netze aufweichen will, ob ihr das in der laufenden Novelle gelingt, bleibt abzuwarten“, so Trittin. Obwohl die Grünen zurzeit im Bundestag nur die Oppositionsbank drücken, war die Einschätzung des ehemaligen Bundesumweltministers gefragt. Nicht zuletzt aufgrund der guten Umfrageergebnisse und der Tatsache, dass dieses Jahr diverse Landtagswahlen ins Haus stehen. Er vermutet, dass die Einschnitte vergleichsweise moderat ausfallen. „Es ist sehr wahrscheinlich, das die Novelle noch vor der Sommerpause verabschiedet wird und daraus kein vom Bundesrat zustimmungspflichtiges Gesetz entsteht. Thüringen, Sachsen-Anhalt und andere Länder, die auf erneuerbare Energien setzten, würden wohl ein Veto einlegen“, gab er eine Einschätzung. Quelle: Oldenburger Energiecluster OLEC OLEC: Vom starken Netzwerk profitiert der Mittelstand Roland Hentschel und Maike Behrendt (3 und 5 von Oben) begrüßten fünf neue Mitglieder im Netzwerk. Foto: Torsten Thomas Mit aktuell 51 Mitgliedern aus der Energiewirtschaft im Nordwesten liegt der Cluster weiterhin deutlich über den eigenen Erwartungen. Das Netzwerk stellte jetzt seine Pläne für 2011 und gleich fünf neue Mitglieder vor. Aktuell sind dem Netzwerk die SSC Montage GmbH, das Fraunhoferinstitut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung, das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland sowie die Photovoltaikunternehmen Solen Energy GmbH und die Rosskamp & Burhop AG beigetreten. Wir freuen uns sehr, das wir neue und sehr starke Partner aufnehmen konnten. Hochgerechnet beschäftigen die Mitglieder etwa 12.000 Mitarbeiter. Das zeigt, welche Rolle die Energiewirtschaft, erneuerbare Energien und der Cluster selbst für die Weser-Ems-Region spielen“, unterstrich Roland Hentschel, erster Vorsitzender von OLEC. Für dieses und die kommenden Jahre hat sich der Cluster einiges vorgenommen. So wird die Zusammenarbeit mit Partnern in Nordholland auf dem Feld der Energiewirtschaft intensiviert. „Spätestens 2014 soll daraus ein internationales Netzwerk entstehen, das sich mit Energiefragen sowie der Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften beschäftigt. In der Metropolregion Bremen/Oldenburg werden wir unter dem Thema Energie 2020 Ende diesen Jahres eine Regionalkonferenz organisieren. Dann wird es auch darum gehen, wie die Region noch mehr von einem klimaschonenden und notwendigen Umbau der Energieversorgung profitieren kann als bisher“, so Hentschel. Clustermanagerin Maike Behrendt unterstrich, dass OLEC als Kooperationspartner, Mitinitiator und Sponsor wieder auf der Job- und Bildungsmesse „zukunftsenergien nordwest“ vertreten sein wird, die dieses Mal Anfang März in Bremen stattfindet „Einer unserer Schwerpunkte ist das Thema Ausbildung und Qualifizierung. Deshalb engagieren wir uns für die „Messe, die 2010 in Oldenburg mit einem tollen Erfolg gestartet war“, erläuterte Behrendt. Zudem werde OLEC auch dieses Jahr wieder an der Hannover Messe teilnehmen und auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen Präsenz zeigen. Wie die Mitglieder vom Netzwerk profitieren, machte Hinrich Eden, Geschäftsführer der SSC Montage GmbH deutlich. Das neue Mitglied errichtet unter anderem Windparks an Land und im Meer: „Für uns Mittelständler spielen Netzwerke eine große Rolle, da wir nicht alle Kompetenzen vorhalten können. Deshalb ist der OLEC die richtige Plattform, um den Sachverstand anderer Unternehmen abzurufen. Daraus haben sich für SSC bereits verbindliche Kooperationen ergeben“, freute sich Eden. Ganz ähnlich sah es Stephan Siebels, Niederlassungsleiter der Solen Energy GmbH in Oldenburg. „Als einzelnes Unternehmen lässt sich vor allem im politischen Bereich nichts bewegen. Bei einem Netzwerk mit starken Partnern sieht die Sache aber schon ganz anders aus“, erläuterte Siebels. Quelle: Oldenburger Energiecluster OLEC 14.01.2011 Besucher- und Ausstellerrekord auf der 20. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas e.V. mit BIOGAS-Fachmesse  - Novellierung des EEG im Fokus der Diskussionen
- 342 Aussteller und über 6.700 Fachbesucher sowie Tagungsteilnehmer
Ein fulminantes 20. Jubiläum feierte die Jahrestagung des Fachverbandes Biogas e.V. vom 11. bis 13. Januar 2011 im
Messezentrum Nürnberg. Über 6.700* Fachbesucher und Tagungsteilnehmer (rund 30 % mehr im Vergleich zum Vorjahr) strömten zur Jubiläumstagung mit begleitender Fachmesse und bestätigten diese somit als das zentrale Forum der europäischen Biogas-Branche. 342 Aussteller (+ 20 % im Vergleich zum Vorjahr) präsentierten ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen. 2010 konnte die Biogas-Branche erneut beachtlichen Zuwachs verzeichnen. Die weitere Entwicklung hängt von der bevorstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab, da waren sich die Biogas-Experten einig. "Wir freuen uns über den Erfolg der Tagung und den erneuten Besucher- und Ausstellerrekord. Diese spiegeln die derzeitige positive Situation der Branche wider", erklärt Dr. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas e.V. "In den Gesprächen und Diskussionen der Tagung wurde aber gleichzeitig deutlich, dass die Akteure sehr verunsichert sind aufgrund der aktuellen Diskussion um die Novelle des EEG." Anlässlich des Veranstaltungsjubiläums führte eine Sonderausstellung die Besucher zurück zu den Anfängen der Tagung und veranschaulicht gleichzeitig die rasante Entwicklung der Branche. Zu diesem Erfolg gratulierte dem Fachverband auch die NürnbergMesse: "Gemeinsam mit dem Fachverband freuen wir uns über die äußerst positive Entwicklung der Veranstaltung. Gleichzeitig bildet die BIOGAS Jahrestagung und Fachmesse hier in Nürnberg einen beeindruckenden Start ins neue Messejahr", so Claudia Reindl, Projektleitung BIOGAS-Fachmesse, NürnbergMesse. Fachverband ehrt verdiente Persönlichkeiten der Biogas-Szene Am zweiten Tag der Jahrestagung fand die traditionelle Verleihung der Dr.-Heinz-Schulz-Ehrenmedaille an verdiente Persönlichkeiten der Biogas-Szene statt. Dr. Rupert Schäfer vom Bayerischen Ministerium für Landwirtschaft und Forsten erhielt die Auszeichnung für seinen politischen Einsatz zum Ausbau der Biogasnutzung. In Abwesenheit wurde der Biogas-Pionier Ekkehard Schneider für sein unermüdliches Engagement schon weit vor der ersten Jahrestagung geehrt. Die Dritte im Bunde der Auszeichnungsträger ist Dr. Dörte Fouquet, die auf internationaler Bühne die Fahne der Erneuerbaren Energien standhaft hochhält. Termin 2012! Die 21. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas e.V. mit BIOGAS-Fachmesse findet vom 10. bis 12. Januar 2012 in Bremen statt. *Besucherfrequenz an den drei Veranstaltungstagen nach der Zählung der Gesellschaft zur freiwilligen und unabhängigen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM), Berlin. Der Fachverband Biogas e.V. in Kürze Der Fachverband Biogas e.V. ist mit über 4.000 Mitgliedern Europas größte Interessenvertretung der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber. Die Biogas-Branche hat inzwischen über 19.000 Arbeitsplätze zumeist in ländlichen Regionen geschaffen. Weitere Informationen unter www.biogas.org. Über die NürnbergMesse Group Die NürnbergMesse ist eine der 20 größten Messegesellschaften der Welt, und zählt in Europa zu den Top Ten. Das Portfolio umfasst rund 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse sowie circa 35 geförderte Firmengemeinschaftsstände am Standort Nürnberg und weltweit. Jährlich beteiligen sich rund 29.000 Aussteller (Internationalität 36%), 955.000 Fachbesucher (Internationalität 21%) und 511.000 Konsumenten an den Eigen-, Partner- und Gastveranstaltungen der NürnbergMesse Group, die mit Tochtergesellschaften in China, Nordamerika, Brasilien und Italien präsent ist. Darüber hinaus verfügt die NürnbergMesse Group über ein Netzwerk von rund 40 Vertretungen, die in 85 Ländern aktiv sind. Ansprechparnter für Presse und Medien Fachverband Biogas e.V. Andrea Horbelt Tel. 0 81 61 / 98 46 63
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NürnbergMesse GmbH Magdalena Beichel, Beate Sierl Tel +49 (0) 9 11. 86 06-82 48
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Quelle: [Pressemitteilung des Fachverbandes Biogas e.V. und der NürnbergMesse GmbH, vom 13.11.2011] Potenziale der Alternativen zu Mais Die Anbaufläche für die Biogasproduktion ist wie in den Vorjahren auch 2010 deutlich ausgeweitet worden, während die Flächen der übrigen nachwachsenden Rohstoffe konstante bis leicht rückläufige Tendenzen aufweisen. Für die Biogasproduktion wurden 2010 in Niedersachsen ca. 220.000 ha benötigt, ein überwiegender Anteil ist dabei dem Mais zuzuordnen. Diese erneute Anbauausdehnung mit der Folge zunehmender Kritik an regional stark konzentriertem Maisanbau erhöht den Druck, praktikable Anbaualternativen zu finden. Die Landwirtschaftkammer Niedersachsen führt seit 2004 Versuche zum Anbau unterschiedlicher Kulturen für den Einsatz in Biogasanlagen durch. Um einen ökonomisch und gleichzeitig ökologisch sinnvollen und erfolgreichen Energiepflanzenanbau zu gewährleisten, sind entsprechende Forschungs- und Versuchsaktivitäten zu dieser Zeit ins Leben gerufen worden, die u. a. auch von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert wurden und werden. In konkreten Versuchsfragen geht es darum, den Mais in standortangepasste Fruchtfolgen zu integrieren bzw. entsprechende Anbaualternativen zum Mais zu prüfen. Hierzu wurden die Kulturen Zuckerhirse, Sudangras und Sonnenblume sowie auch die Nutzung von Getreide-Ganzpflanzensilagen (GPS) untersucht. Seit 2009 wird in Niedersachsen mit der Durchwachsenen Silphie auch ein mehrjähriges Staudengewächs und ab 2010 die Rübe zur Substratversorgung mit untersucht. Auf den Versuchsstandorten Werlte in der Veredelungsregion Emsland, Rockstedt im Elbe-Weser-Dreieck (bis 2008 Buchholz in der Nordheide) und Poppenburg in der Hildesheimer Börde wurden Schwerpunktstandorte installiert, an denen Sorten- und produktionstechnische Versuche angelegt wurden. Auf der Basis dieser Versuche lassen sich nunmehr mehrjährige Ergebnisse zu möglichen Anbaualternativen darstellen, auf die im Folgenden Bezug genommen wird. Der in den Abbildungen 1 und 2 dargestellte mehrjährige Vergleich der Kulturen auf den Standorten Werlte und Poppenburg verdeutlicht die momentane ertragliche Vorzüglichkeit des Maises, wobei die Ertragsleistungen der Kulturen auf den beiden Standorten in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen der Einzeljahre zum Ausdruck kommen. Lediglich im Jahr 2005 erreichte das Sudangras Lussi mit 180 dt TM/ha in Werlte ein besseres Einzelergebnis als der Mais. In den folgenden Jahren war der Mais trotz zeitweiligem Trockenstress in der Lage Kolben auszubilden und dadurch höhere Erträge als Hirse und Sonnenblume zu erzielen. Gespannt wurden die Ergebnisse aus dem Jahr 2010 erwartet, in dem der Mais insbesondere auf den sehr leichten Standorten deutliche Trockenstress-Symptome zeigte. Aber auch in diesem Jahr retteten die vielerorts noch gerade rechtzeitig einsetzenden Niederschläge die Kolbenbildung und verhinderten somit drastische Ertragseinbußen. Auf dem Lössstandort Poppenburg erreichten die untersuchten Kulturen in den Versuchsjahren sehr gute Ertragsleistungen, wobei auch hier festzustellen war, dass der Mais sein Ertragspotenzial mit durchschnittlich 227 dt TM/ha sehr gut ausspielen konnte. Erfreulich waren jedoch auch die Ergebnisse von den ertragsstärksten Zuckerhirse- bzw. Sudangrassorten. Insgesamt etwas enttäuschend waren die Ertragseistungen der Sonnenblumen, obwohl sie rein optisch einen sehr guten Eindruck machten. Gleichzeitig wurde in der Abreifephase auch erkennbar, dass die Sonnenblumen ein recht enges Erntezeitfenster besitzen; d.h. die Abreife der Restpflanze schreitet zum Teil sehr zügig voran. Diese Abreife wird bei feucht warmen Bedingungen durch vermehrt einsetzenden Krankheitsdruck noch verschärft. Von den in Niedersachsen geprüften Sonnenblumensorten haben Metharoc, Rumbasol und ES Electra die besten Erträge erzielt. Die vor einigen Jahren begonnenen Züchtungsansätze für die Biogasnutzung werden derzeit nicht fortgeführt. Bei den Zuckerhirsen wurden u.a. mit Goliath und Sucrosorgho 506 zwei spät abreifende Sorten geprüft, die sich über die Jahre als ertragsstark erwiesen. Von den neuen ab 2009 geprüften Sorten erzielten zweijährig Zerberus und Hercules vergleichbare bis leicht höhere Erträge. Insbesondere bei den Zuckerhirsen scheint züchterisch noch einiges zu erwarten sein, sowohl was die Ertragsleistungen als auch die Kältetoleranz im Frühjahr und die Abreife im Herbst anbelangt. Aber auch die Lageranfälligkeit der Sorten ist ein wichtiger Bereich, der züchterisch weiter verbessert werden muss. Bei Sudangras hat sich die Sorte Lussi durch konstante Ertragsleistungen bei gleichzeitig früher Abreife hervorgetan, die dank der günstigen Abreife auch vermehrt im Zweitfruchtanbau zum Einsatz kommt. Erste Rübenversuche Die Zuckerrübe wird bereits seit einigen Jahren in der Praxis erfolgreich in Biogasanlagen eingesetzt, allerdings vornehmlich in den klassischen Rübenanbaugebieten, wie beispielsweise der Hildesheimer Börde. Hier kommen vorwiegend sogenannte „Über“-Rüben zum Einsatz, die zur Erfüllung der Rübenkontingente nicht benötigt werden. Hierdurch steht preiswerte und sehr leicht vergärbare Biomasse zur Verfügung. Aber auch der gezielte Anbau für die Biogaserzeugung wird ausgedehnt. Allerdings verursacht die Aufbereitung, sprich Reinigung und Lagerung als auch die Konservierung noch erhebliche Zusatzkosten. Da die Erfahrungen mit dem Einsatz von Rüben durchweg positiv sind, wird auch für die nicht klassischen Rübenanbaugebiete deren Einsatz in Biogasanlagen erwogen. Hier ist vor allem die Weser-Ems Region zu nennen, da vielfach nährstoffreiche Flächen vorhanden sind und die Niederschlagsverteilung als recht günstig für den Rübenanbau einzustufen sind. Für das Elbe-Weser-Dreieck sehen die Witterungs- und Bodenbedingungen tendenziell etwas ungünstiger aus. 2010 wurden in den drei genannten Regionen, Hildesheimer Börde (Poppenburg), Emsland (Werlte), und Raum Rotenburg/Wümme (Rockstedt) erste orientierende Versuche mit unterschiedlichen Rübensortentypen in Zusammenarbeit mit einem Züchterhaus durchgeführt, um das Ertragsvermögen im Vergleich zu anderen Energiepflanzen zu beurteilen. Die Ergebnisse dieses Rübenversuches (siehe Tabelle 1 unten) zeigen auf den drei Standorten ein erfreulich hohes Ertragsniveau. Vor allem in Werlte konnten mit max. 22,5 t TM/ha Spitzenerträge erzielt werden, die deutlich über dem Jahresergebnis des Maises lagen. Hier konnten die Rüben auch zeitweiligen Trockenstress sehr gut überbrücken und die Vegetationszeit bis ca. 20. Oktober effektiv in Ertrag umsetzen. Auf dem Standort Rockstedt litten die Rüben wesentlich stärker unter der Frühsommertrockenheit, sodass nach einsetzendem Regen erst wieder neue Blattmasse zur Assimilation gebildet werden musste. Gleichwohl konnte auch hier mit durchschnittlich 15,5 bzw. max. 16,4 t TM/ha ein beachtlicher Ertrag realisiert werden, der auf dem Niveau des Maises lag bzw. Lediglich in Poppenburg konnte trotz hoher Erträge von max. 20,5 t TM/ha das Maisertragsniveau nicht ganz erreicht werden. Es handelt sich nur um einjährige Ergebnisse, sie sind allerdings sehr viel versprechend, weil die äußeren Bedingungen (Frühsommertrockenheit) für die Rübe sicherlich nicht die besten waren. Die Rübe scheint also in der Tat neben dem Mais eine wertvolle Ergänzung im Substratmix für Biogasanlagen zu sein. Weitere Versuchsjahre müssen diese Annahme jedoch bestätigen. Verschwiegen werden darf bei aller zum Teil feststellbaren Euphorie jedoch nicht, dass es hinsichtlich der verschmutzungsarmen Beerntung und Lagerung sowie der ganzjährigen Konservierung noch praxistaugliche verbesserte Lösungen geben muss. Wichtige Ansätze auch auf technischer Seite wurden bereits auf der im November durchgeführten Fachmesse „Bioenergy decentral“ in Hannover aufgezeigt. Mit GPS kombinieren Nicht nur durch den Anbau von unterschiedlichen Sommerungen kann die Substratversorgung gewährleistet werden, auch durch die Nutzung von Getreide-Ganzpflanzensilage (GPS) können hohe Erträge erzielt werden (siehe Abb. 1 u.2). Entscheidender Pluspunkt bei GPS Getreide ist, dass durch den Anbau von Winterungen wie vornehmlich Roggen, aber auch Triticale, Gerste und Weizen eine Winterbegrünung stattfindet, was positive Auswirkungen auf den Boden- bzw. Erosionsschutz hat. Die verbleibende Vegetationszeit nach der frühen Ernte des Getreides kann zur Zwischenfruchtbestellung sowohl zur Gründüngung als auch zur Zweitfruchtnutzung genutzt werden. Entsprechend positive Fruchtfolgewirkungen sind dadurch gewährleistet und es könnte beispielsweise Raps als Marktfrucht zeitgerecht mit entsprechender Stoppelbearbeitung bestellt werden. Die durchgeführten Versuche zeigen, dass in Abhängigkeit von den Standortverhältnissen hohe Ertragsleistungen realisiert werden können, wenn der GPS-Nutzung auch eine optimale Vegetationszeit eingeräumt wird. Versuche belegen, dass insbesondere eine ausreichende Vorwinterentwicklung zur Bestandesetablierung wichtig ist. Diese Aspekte sind bei einem Anbau nach Mais bereits durch die Wahl früher abreifender Maissorten zu berücksichtigen. Es hat sich gezeigt, dass durch entsprechende Sortenwahl und Produktionstechnik die Ertragsleistungen positiv beeinflusst werden können. Der Winterroggen hat sich auf vielen Standorten zur GPS-Nutzung etabliert und sollte insbesondere auf den leichteren Standorten bevorzugt zum Anbau kommen. Auf ertragsstarken Standorten könnten auch Wintertriticale oder Winterweizen eingesetzt werden, die den optimalen Erntetermin jedoch später erreichen und dann auch entsprechend später ihr hohes Ertragsvermögen ausspielen. Die Wintergerste erreicht bei angepasstem Aussaattermin das Stadium der Milchreife/beginnenden Teigreife deutlich früher als die anderen Getreidearten, erzielt in der Regel jedoch nicht deren Ertragsniveau.... ...http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/2/nav/74/article/15788.html Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen Studie des Fraunhofer ISE belegt positiven Trend zur Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren Energien + 13.01.2011 + Die zunehmende Wirtschaftlichkeit von Strom aus erneuerbaren Energiequellen zeigt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE auf. Vor allem bei Photovoltaikanlagen sinken im Vergleich zu anderen Technologien die Kosten überdurchschnittlich stark, so dass PV-Strom bald mit dem Kostenniveau anderer Stromerzeuger konkurrieren kann. „Die von uns errechneten Zahlen für Strom aus erneuerbaren Quellen belegen die rasche Entwicklung hin zur Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu Strom aus konventionellen Kraftwerken“, so Prof. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer ISE. Die Studie analysiert die aktuellen Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energietechnologien anhand technologiespezifischer Systemauslegungen und Anlagenpreise. Der betrachtete Zeitraum erstreckt sich über das dritte Quartal 2010. Zur Untersuchung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit bildet die Studie gleichzeitig die zukünftigen Stromgestehungskosten mittels Lernkurven und prognostiziertem Marktwachstum ab. Zudem erlaubt sie Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger regulatorischer Rahmenbedingungen sowie die Höhe von staatlichen Preisregulierungen für erneuerbare Energien wie beispielsweise Einspeisetarife. Die Analyse der Preise für Strom aus erneuerbaren Energien beschränkt sich nicht auf Deutschland. Für Photovoltaikanlagen, solarthermische Kraftwerke und Windkraftanlagen werden unterschiedliche Standortbedingungen berücksichtigt..... http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Studie+des+Fraunhofer +ISE+belegt+positiven+Trend+zur+Wirtschaftlichkeit+der +Erneuerbaren+Energien,6,a17971.html Quelle:
Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE 2011 Nachhaltige Geldanlagen auf neuem Rekordstand in Deutschland + 16.01.2011 + 2010 haben die nachhaltigen Fonds in Deutschland ein neues Rekordvolumen erreicht: Insgesamt 32,42 Milliarden Euro hatten Anleger zum Jahreswechsel hier investiert. Das hat die aktuelle Marktuntersuchung ergeben, die ECOreporter seit 1997 jährlich durchführt. Ein Jahr zuvor hatte das Volumen noch bei 30,08 Milliarden Euro gelegen. Mittlerweile können die Anleger laut ECOreporter zwischen 304 in Deutschland zugelassenen Fonds aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Ethik und Erneuerbare Energie auswählen. Ende 2009 waren es erst 279 dieser Fonds. Zu den Fonds zählen Aktien-, Renten-, Misch- und Dachfonds, Mikrofinanzfonds und ETF. Der beste aller nachhaltigen Fonds war 2010 ein Aktienfonds, der ein Plus von 38,2 Prozent verbuchte. Die ECOreporter-Untersuchung zeigt weitere 161 nachhaltige Aktienfonds, die positiv liefen. Nur 6 der Aktienfonds verloren an Wert – wobei der Verlust mäßig war und maximal 2,3 Prozent betrug. Der beste nachhaltige Mischfonds legte 26,3 Prozent zu, der beste nachhaltige Rentenfonds 18,5 Prozent. Schlusslicht war ein Erneuerbare-Energie-Fonds, der 29,4 Prozent verlor. .... http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=6d388e811069ms243 Quelle:
Sonnenseite 2011 Röttgen gegen Oettinger + 16.01.2011 + In Brüssel hatte der EU-Energiekommissar Günther Oettinger 2010 angekündigt, künftig die nationalen Fördermaßnahmen für erneuerbare Energien „ harmonisieren“ zu wollen. Dieser Absicht hat jetzt erstmals der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen eine deutliche Absage erteilt. Röttgen will nationale Förderinstrumente wie das erfolgreiche deutsche Erneuerbare Energien-Gesetz beibehalten. Damit hat Deutschland in den letzten zehn Jahren weltweit eine Führungsrolle bei erneuerbaren Energien übernommen. „Eine Übertragung der nationalen Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien auf eine Harmonisierung wäre das Aus für unser Energiekonzept“, sagte Röttgen. „Damit wäre das eine Kampfansage an die deutsche Energiepolitik“. ..... http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Roettgen+gegen+Oettinger,6,a17994.html Quelle:
Sonnenseite 2011
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